Tim Lobinger über Leukämie "Ich möchte möglichst lange Teil einer tollen Familie sein"

Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger ist an Leukämie erkrankt. Nun hat er erzählt, wie er mit dem Wissen um die Krankheit umgeht und welche Ereignisse im Leben seines Sohns er gern noch erleben möchte.
Tim Lobinger: "Gesund gibt es für mich nicht mehr"

Tim Lobinger: "Gesund gibt es für mich nicht mehr"

Foto: imago images / APress

Seit mehreren Jahren lebt der frühere Stabhochspringer Tim Lobinger mit Leukämie. Im Interview mit Spox  und Goal sprach er nun über seinen Umgang mit der Krankheit. "Wenn du einmal an Leukämie erkrankt bist, dann hast du diese Krankheit dein Leben lang. Gesund gibt es für mich nicht mehr", sagte der 47-Jährige. "Es geht darum, das Leben möglichst lange zu strecken."

Beim früheren Welt- und Europameister in der Halle war im März 2017 "eine besonders aggressive Form" der Leukämie diagnostiziert worden. Nach fünf Chemotherapien und einer Stammzellenspende galten die Krebszellen zwischenzeitlich als vernichtet, doch im Frühjahr 2018 kam es zu einem Rückfall. "Ich werde immer Krebszellen in mir haben, aber aktuell sind diese zum Glück inaktiv", sagte Lobinger.

Er müsse "in kleineren Zyklen denken, das merke ich bei jeder Untersuchung, die ich alle zwei bis vier Wochen habe", sagte er. Bei der Behandlung von Leukämie ginge es immer um eine "Erhaltungstherapie".

Besonders wichtig ist Lobinger, noch viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen: "Ich habe gerade erst meinem Sohn das Fahrradfahren beigebracht, im nächsten Jahr kommt er in die Schule, da will ich dabei sein", sagte er. "Und auch, wenn er dann auf die weiterführende Schule kommt. Ich möchte möglichst lange Teil einer tollen Familie sein."

bbr/sid
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