Töchterchen Palin Schwanger, solo, wieder verlobt

Von wegen sittenstrenge republikanische Vorzeigefamilie: Der Clan der früheren Gouverneurin Sarah Palin zeichnet sich eher durch Wankelmütigkeit denn durch Diszipliniertheit aus. Nach langem Hin und Her will Töchterchen Bristol nun doch heiraten - ihren Ex.

DPA/ ALASKA GOVERNORS OFFICE

New York - Bristol Palin, 19, hat sich zum zweiten Mal mit ihrem Ex-Freund Levi Johnston, 20, verlobt. Die Tochter der früheren Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin will den Vater ihres 18 Monate alten Sohnes Tripp bereits innerhalb von sechs Wochen in Alaska heiraten. Das sagte sie dem US-Magazin "Us Weekly" am Mittwoch.

"Wir haben uns vor zwei Wochen verlobt. Es fühlt sich richtig an, auch wenn wir nicht den Segen unserer Eltern haben", so Bristol Palin. Das Paar ließ sich gemeinsam mit dem Kind für das Cover des Magazins fotografieren. Sie hatten sich drei Monate nach der Geburt des Sohnes getrennt.

Sarah Palin hatte die Schwangerschaft ihrer minderjährigen Tochter während des US-Präsidentschaftswahlkampfs für die Republikaner 2008 bekanntgegeben und die Hochzeit angekündigt. Nach der Trennung gab es Streit um den Unterhalt und freizügige "Playgirl"-Fotos von Johnston. Außerdem plauderte er viel Privates über die damalige Gouverneurin von Alaska aus.

"Sarah kocht nicht"

Das "People Magazin" zitierte ihn einmal mit den Worten, das Thema Scheidung sei in der angeblich heilen Familie Palin durchaus ein Thema gewesen sei: "In diesem Haus wurde viel über Scheidung gesprochen. Es gab Zeiten, in denen Sarah und Todd das erwähnten und dabei ziemlich ernst klangen", sagte Johnston.

Zudem sei Palins Selbstbeschreibung als "Hockey-Mum" weit von der Wahrheit entfernt. "Schon vor ihrer Nominierung (als mögliche Vizepräsidentin, die Red.) gab es nicht viel Erziehung in diesem Haus", sagte Johnston. "Sarah kocht nicht, Todd auch nicht - die Kinder müssen alles selbst machen: kochen, putzen, Wäsche waschen, sich auf die Schule vorbereiten."

Vor kurzem leistete Johnston jedoch öffentlich Abbitte, möglicherweise um seine Rückkehr in den Palin-Clan vorzubereiten: Er bat um Verzeihung dafür, Lügen über seine Ex-Freundin und deren Mutter verbreitet zu haben. Er sei "unglücklich und auch ein bisschen ärgerlich" über die Trennung von Palins Tochter Bristol gewesen, behauptete er nun.

jdl/dpa



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