Tom Hanks "Bin keiner, der morgens aufwacht und sich fragt, ob ich das Ende des Tages erleben werde"

Rund zwei Wochen hat das Coronavirus bei Tom Hanks zu Symptomen wie "lähmenden Körperschmerzen" geführt. Trotz seiner Vorerkrankungen will der Schauspieler aber keine große Angst vor einem schlimmen Verlauf gehabt haben.
Tom Hanks und Rita Wilson 2018 in London: "Ich konnte mich nicht länger als etwa zwölf Minuten auf etwas konzentrieren"

Tom Hanks und Rita Wilson 2018 in London: "Ich konnte mich nicht länger als etwa zwölf Minuten auf etwas konzentrieren"

Foto: Stuart C. Wilson/ Getty Images for Universal Pictures

Das Schauspielerpaar Tom Hanks und Rita Wilson gehörte zu den ersten Prominenten, die an Covid-19 erkrankten. Nachdem Wilson bereits darüber gesprochen hatte, wie die Krankheit bei ihr verlief, hat nun auch ihr Mann davon erzählt. "Wir hatten sehr unterschiedliche Reaktionen und das war merkwürdig", sagte er im Interview mit dem britischen "Guardian ". "Meine Frau verlor ihren Geschmacks- und Geruchssinn, sie hatte starke Übelkeit, sie hatte viel höheres Fieber als ich. Ich hatte einfach lähmende Körperschmerzen, ich war die ganze Zeit sehr müde, und ich konnte mich nicht länger als etwa zwölf Minuten auf etwas konzentrieren."

Oscarpreisträger Hanks hatte sich im März zu Dreharbeiten in Australien aufgehalten, als die Coronavirus-Infektion bei ihm und Wilson festgestellt wurde. Zunächst aus einem Krankenhaus in Australien und später aus der Selbstisolierung in ihrem Haus meldete sich das Paar mehrmals mit Updates über ihren Zustand. Bei wem sie sich angesteckt hatten, wüssten sie nicht, hatte Wilson später gesagt. Aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld sei niemand positiv getestet worden.

"Ich sehe das ziemlich gelassen"

Dabei hatten die beiden offenbar noch Glück im Unglück - auf die Frage des "Guardian", ob sie noch Folgen der Krankheit spürten, sagte Hanks: "Oh nein, uns geht es gut." Die Krankheit sei nach zwei Wochen abgeklungen.

Angst um sein Leben hatte er auch in der Klinik offenbar nicht - trotz seinen Vorerkrankungen. "Als wir im Krankenhaus waren, sagte ich: 'Ich bin 63, ich habe Typ-2-Diabetes, ich habe einen Stent in meinem Herzen - bin ich in Gefahr?" Aber er habe sich gedacht, solange er kein starkes Fieber und keine Lungenentzündung habe, müsse er sich keine Sorgen machen. "Ich bin keiner, der morgens aufwacht und sich fragt, ob ich das Ende des Tages erleben werde oder nicht. Ich sehe das ziemlich gelassen."

Weniger gelassen nimmt er offensichtlich den Umgang mit dem Virus: "Es gibt wirklich nur drei Dinge, die jeder tun muss: eine Maske tragen, soziale Distanz wahren, sich die Hände waschen." Er verstehe nicht, warum das in den USA politisiert werde. "Ich verstehe nicht, wie jemand ein Machtwort sprechen und sagen kann: 'Ich muss meinen Teil nicht tun'."

Wilson und Hanks sind nicht die einzigen Prominenten, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infizierten. Unter anderem berichteten Sängerin Pink, Schauspielerin Ali Wentworth und Moderator Johannes B. Kerner über ihre Symptome.

kko/bbr
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