Neuer Job Tony Blair wird Berater der serbischen Regierung

Im Kosovo-Krieg vor 16 Jahren waren sie noch Gegner - jetzt hat Serbien den früheren britischen Premier Tony Blair als Berater von Regierungschef Aleksandar Vucic eingestellt. Die Stelle wird von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert.

Zurzeit in Gaza unterwegs: Der frühere britische Premier Tony Blair
AFP

Zurzeit in Gaza unterwegs: Der frühere britische Premier Tony Blair


London - Der frühere britische Premier Tony Blair war im Kosovo-Krieg 1999 einer der Hauptbefürworter der Nato-Bombenangriffe auf Serbien - jetzt wird er Berater von Serbiens Regierungschef Aleksandar Vucic. Er werde beim Aufbau einer zentralen Anlaufstelle helfen, die Vucic bei Reformen berät, kündigte Blairs Beratungsfirma Tony Blair Associates (TBA) an.

Vucic war 1999 Informationsminister in der serbischen Regierung von Slobodan Milosevic. 2005 gab er ein Buch heraus, das Blair übel beschimpft.

Die ungewöhnliche Zusammenarbeit werde von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert, die in dem Balkanland einen wichtigen Investitionspartner sehen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf serbische Regierungskreise.

Ein Sprecher von Blairs Beratungsunternehmen sagte, dass die Kooperation mit Serbien keinerlei Auswirkungen auf dessen Aufgabe als Gesandter des Nahost-Quartetts haben werde.

vet/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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grobsangriff 20.02.2015
1.
Tony Blair hat sich wieder ein Pöstchen verschafft und kassiert wahrscheinlich eine stattliche Summe für sein Treiben. Für mich steht Tony Blair vor allem für Kriegsverbrechen. Erinnern wir uns doch ruhig einmal daran, wie er und George W. Bush, beispiellose Fälschungen der Weltöffentlichkeit präsentierte, die dann zum Völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak geführt haben und dessen Auswirkungen heute die Welt destabilisiert. Herzlichen Glückwunsch Serbien! Einen Kriegsverbrecher zum Berater. Respekt! Unter solch kompetenter Beratung steht das Tor weit offen. Das Europa von Frau Merkel wird Serbien sicher mit offenen Armen erwarten. Mir wird wirklich richtig schlecht.
kral1 20.02.2015
2. eingestellt?
Was heißt hier "eingestellt"? Tut er das etwa nur unter Androhung von Zwangsmaßnahmen?
fiftysomething 20.02.2015
3. Pack
schlägt sich, Pack verträgt sich.....
Bueckstueck 20.02.2015
4. Übersetzung
Ich übersetze mal die Job Bezeichnung: Lobbyist für Auslandsangelegenheiten. Man denkt dort im grossen Stil. Es besteht ja immerhin die vage Möglichkeit, dass in zwei Jahren der Bruder (Jeb) des ehemaligen Besiters (GW) des britischen Premier Pudels (Tony) wieder Präsident der USA werden könnte. Wenn man sich also besagten Pudel...äh... Tony Blair ins Haus holt, könnte man einen Vorsprung durch unterwürfige Beziehungen haben!
christian.neiman.7 20.02.2015
5. Immer noch besser
als unser Gazprom-Gerd. Tja, wenn ein kleiner Beamter ein kleines Geschenk annimmt wird er gehenkt. Wenn unser ehemaliger Bundeskanzler sich von einem Mafiastaat einkaufen läßt passiert gar nichts.
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