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28. Dezember 2007, 13:34 Uhr

Total entspannt

Angelina Jolie genießt Sex-Szenen

Ist es professionelle Freizügigkeit, Nonchalance oder einfach nackte PR? Angelina Jolie hat verkündet, sie habe keine Probleme mit Sex-Szenen vor der Kamera. Selbst wilde Küsse mit dem besten Freund ihres Lebensgefährten seien für sie bedeutungslos, so die Schauspielerin.

London - "Da sind zwei Erwachsene, die mögen einander - und sie wissen, es hat nichts zu bedeuten", sagte die 32-jährige Jolie dem britischen Boulevardblatt "The Mirror" zufolge. Eine "rein körperliche Sache" sei für Menschen wie sie sehr einfach: "Man findet etwas an diesem Menschen, das man liebt und man genießt einander“, so Jolie.

Für die Schauspielerin sei es kein Problem gewesen, in "Der gute Hirte" mit Matt Damon ausgerechnet einen der besten Kumpel ihres Lebensgefährten Brad Pitt zu küssen. "Der Unterschied zwischen Matt und Brad ist ganz einfach: Der eine ist ein Freund und der andere ist mein Lover." Lover Brad Pitt, 43, sieht das offenbar nicht ganz so entspannt: Er hatte kürzlich erklärt, nie mehr Nacktszenen spielen zu wollen, da sich dies für einen Familienvater nicht zieme.

Die Beliebtheit von Jolie und ihr immenser Bekanntheitsgrad scheinen sich mit den Jahren noch zu steigern. Erst im Februar war die attraktive Brünette ("Lara Croft: Tomb Raider", "Mr. & Mrs. Smith") im Rahmen einer britischen Fernsehshow zum "größten Sexsymbol aller Zeiten" gewählt worden - noch vor Elvis Presley und Marilyn Monroe.

Abgesehen von dem Geplänkel über Sexszenen im Film ist der Golden-Globe-Gewinnerin Jolie etwas gelungen, das nicht viele Prominente schaffen: Sie vollzog den eleganten Wandel von der tätowierten Punk-Braut über das glamouröse Sexsymbol zur engagierten Menschenrechtlerin. Eine gestern veröffentlichte Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters ergab, dass Angelina Jolie in diesem Jahr die weltweit bekannteste und beliebteste Prominente mit humanitären Ambitionen ist.

Die Mutter von vier Kindern engagiert sich seit Jahren für das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Im September 2006 gründete Jolie zusammen mit ihrem Lebensgefährten die "Jolie-Pitt Foundation", die bereits je eine Million Dollar an die Hilfsorganisationen "Global Action for Children" und "Ärzte ohne Grenzen" spendete.

In ihrer Eigenschaft als UNHCR-Botschafterin besuchte Jolie zahlreiche Flüchtlingslager in Asien, Mittelamerika und Afrika. Ihre Popularität weiß sie dabei für die Armen der Welt zu nutzen: Im Jahr 2006 gestattete Jolie dem US-Magazin "People" den Abdruck des weltweit ersten Fotos, auf dem sie schwanger zu sehen ist. Ihre Bedingung: Die Zeitschrift musste 500.000 Dollar an "Yéle Haïti" zahlen, eine Wohltätigkeitsorganisation, die in Haiti eine Schule unterstützt.

ala

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