Totes Playboy-Model Tatverdächtiger Ex-Mann erhängt sich in Motel

Das Ende der Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder des US-Bikini-Models Jasmine Fiore: Ihr Ex-Mann Ryan Alexander Jenkins ist tot in einem Motel in Kanada gefunden worden - erhängt. Die Polizei geht von Selbstmord aus.

Ein Motel in Hope, British Columbia: Reality-Soap-Star Ryan Alexander Jenkins wurde erhängt in einem Zimmer gefunden
AP

Ein Motel in Hope, British Columbia: Reality-Soap-Star Ryan Alexander Jenkins wurde erhängt in einem Zimmer gefunden


Vancouver - Ein abgelegenes Motel in Hope, am Rande der Berge in British Columbia: Der Manager des "Thunderbird Motels" findet am Sonntag einen Mann in dessen Zimmer, erhängt an einer Garderobenstange. Die Polizei identifiziert den Toten anhand seiner Fingerabdrücke: Es ist der 32-jährige Bauunternehmer und Reality-Soap-Star Ryan Alexander Jenkins, der dringend tatverdächtig ist, seine Ex-Frau getötet zu haben.

"Er war offensichtlich verzweifelt", sagte US-Ermittler Tom Hession. "Der Druck ist immer größer geworden."

Mehr als eine Woche hatten Ermittler nach Fiores Ex-Mann gefahndet. Der 32-Jährige hatte das Model am Samstag vor einer Woche vermisst gemeldet und war dann untergetaucht. Der Kanadier galt als dringend tatverdächtig.

Die verstümmelte Leiche von Jasmine Fiore war am 15. August in einem Koffer auf einer Müllhalde bei Los Angeles gefunden worden. Ihre Zähne und Finger waren entfernt worden - vermutlich ein Versuch, die Tote unkenntlich zu machen. Identifiziert wurde die 28-Jährige anhand der Seriennummern auf ihren Brustimplantaten.

Fiore war zuletzt am 13. August in Begleitung ihres Mannes in einem Hotel bei San Diego lebend gesehen worden. Überwachungskameras zeigen, wie Jenkins das Hotel am nächsten Morgen alleine mit einem Koffer verlässt, in dem sich möglicherweise die Leiche seiner Frau befand, berichtete TMZ.com unter Berufung auf Polizeiquellen.

Jenkins war danach in seine Heimat geflüchtet, sein Boot war in einem Hafen nahe der kanadischen Grenze südlich von Vancouver gefunden worden. Die kanadische Polizei suchte landesweit nach dem Flüchtigen.

Jenkins ließ eine Unbekannte im Motel für sich einchecken

Jenkings kam dem Manager des "Thunderbird Motels" zufolge mit einem Chrysler PT Cruiser an. Er checkte demnach aber nicht persönlich ein, sondern blieb im Wagen sitzen. Eine Frau habe eingecheckt und für drei Tage bar bezahlt. Als das Paar danach nicht ausgecheckt habe, habe er das Zimmer aufgeschlossen und die Leiche gefunden, so der Manager weiter. Über die Identität und den Verbleib der Frau wurde nichts bekannt.

Fiore und Jenkins hatten sich im März in einem Casino in Las Vegas kennengelernt, wo Fiore als Tänzerin arbeitete. Wenige Wochen später heirateten sie. Einigen Medienberichten zufolge war die Ehe inzwischen annulliert, allerdings soll sich das Paar dem Vernehmen nach vor kurzem wieder versöhnt haben.

Jenkins war Teilnehmer einer Reality-Show mit dem Titel "Megan Wants a Millionaire". In der Show des Kanals VH1 warben reiche Männer um die Gunst einer nur an Geld interessierten Frau. Nach Polizeiangaben hatte Jenkins mit Immobiliengeschäften ein Vermögen angehäuft. Der Banker war vorbestraft wegen häuslicher Gewalt, frühere Freundinnen und Fiore hatten Anzeige gegen ihn erstattet.

siu/AFP/AP



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