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12. März 2012, 17:15 Uhr

Transparente Strategie

Rihanna lässt durchblicken

Eigentlich wollte sie nur kurz zum Italiener: Doch wenn Sängerin Rihanna ausgeht, erledigt sie auf dem Weg gleich noch ein bisschen PR-Arbeit. Halbnackt posierte die 24-Jährige für die Fotografen - und die drückten dankbar auf den Auslöser.

New York - Massiv erblondet und sehr aufreizend zeigte sich Rihanna am Sonntagabend in New York. Zum wüsten Vintage-Jeans-Look und robustem Schuhwerk trug sie schwarze Oberbekleidung, zweiteilig. Wer jetzt an sittsame Twinsets denkt, liegt natürlich komplett falsch. Nein, das Ensemble war, nun, ein Schrei, ein lauter Ruf nach Aufmerksamkeit, eine Bild gewordene PR-Aktion sozusagen. Und sie hat funktioniert.

Britische Medien wie "Sun" und "Daily Mail" zeigten zuerst die Fotos, auf denen die Sängerin im sehr transparenten Netzhemd mit schwarzem Mini-Sweater zu sehen ist, der den fast nackten Busen wie ein Halbmond umrahmt. Breit grinsend winkte sie den Fotografen zu, nestelt zwischendurch in dem halbherzigen Versuch, ihre Blöße zu bedecken, am Dekolleté, und macht sich dann mit ein paar Freundinnen auf den Weg ins italienische Restaurant "Da Silvano".

Erst vor kurzem sorgte Rihanna mit einer Unterwäsche-Kampagne für Armani für Furore. Sie verlor an Gewicht und bekundete, sich ungewohnt wohl zu fühlen: "Ich habe festgestellt, dass ich meinen Körper jetzt wirklich mag, auch wenn er nicht perfekt ist", sagte sie. "Ich fühle mich einfach sexy."

Die 24-Jährige stammt aus Barbados. Erst unlängst hatte ihr ehemaliger Mentor, der aus Barbados stammende Bischof Vibert Lowe, ihre "schlechten Manieren" und das allzu ausschweifende Partyleben gerügt. Er habe für sein Schäflein gebetet, sagte Lowe, nachdem bekannt geworden war, dass sich die Sängerin angeblich wieder mit ihrem gewalttätigen Ex-Freund Chris Brown vertragen habe.

Auch hätten ihre explizit erotischen Musikvideos den Geistlichen irritiert, hieß es. "Wir haben das Gefühl, dass es falsch ist, wie sie sich benimmt. Als junge Dame gibt sie kein gutes Beispiel ab", sagte der Bischof der "Sun". "Sie sollte mehr Zeit in der Kirche verbringen."

ala

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