Trauer um US-Schauspielerin Farrah Fawcett erliegt Krebsleiden

Bis zum Schluss hat sie gekämpft: Drei Jahre rang Farrah Fawcett mit dem Krebs, nun erlag die Schauspielerin, die als einer der "Drei Engel für Charlie" bekannt wurde, der Krankheit.

Los Angeles - "Ich will nicht an dieser Krankheit sterben", hatte Farrah Fawcett einst in einer Videoaufnahme gesagt. Sie wisse, dass jeder einmal sterben müsse, aber sie bete: "Es ist wirklich Zeit für ein Wunder." Nun hat Farrah Fawcett ihren langen Kampf gegen den Krebs verloren. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) starb sie in einem Krankenhaus in Santa Monica, wie ihr längjähriger Lebensgefährte Ryan O'Neal mitteilte.

"Nach einem langen und tapferen Kampf gegen den Krebs ist unsere geliebte Farrah gestorben", erklärte O'Neal in einer Stellungnahme. "Obwohl es eine sehr schwere Zeit für ihre Familie und Freunde ist, ziehen wir Kraft aus den wunderbaren Zeiten, die wir mit Farrah hatten, und dem Wissen, dass sie in ihrem Leben so vielen Menschen in aller Welt Freude bereitet hat", hieß es darin weiter.

Bekannt geworden war Fawcett als Jill Munroe in der weltweit erfolgreichen TV-Krimiserie "Drei Engel für Charlie". Mit ihrer blonden Löwenmähne und dem strahlenden Lächeln wurde sie zum Idol der siebziger Jahre.

Private Achterbahn

Privat lebte Fawcett auf einer Achterbahn zwischen Himmel und Hölle. Nach einer gescheiterten Ehe mit Filmstar Lee Majors ("Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann") führte sie mit ihrem Leinwandkollegen Ryan O'Neal ("Love Story") 17 Jahre lang eine der wildesten Hollywood-Beziehungen: Liebe, Leidenschaft, Prügeleien, Alkohol und Drogen. 1997 trennte sich das Paar - zumindest vorläufig.

Bald darauf begann eine Serie von Schicksalsschlägen: Fawcetts Schwester starb an Lungenkrebs. 2001 wurde bei Ryan O'Neal eine inzwischen überwundene Leukämie diagnostiziert. Und 2006 stellten die Ärzte auch bei ihr Krebs fest - eine seltene Art des Darmkrebses.

"Ich glaube fest daran, dass man mit positivem Denken auch die größten Herausforderungen überwinden kann", sagte sie damals.

Zunächst ging es gut. Nach einer aggressiven Strahlen- und Chemotherapie erklärten die Ärzte sie zu ihrem 60. Geburtstag am 2. Februar 2007 für geheilt. Doch schon drei Monate später kam die Krankheit zurück, heimtückischer denn je.

Enttäuscht von den Behandlungsergebnissen in den USA suchte die Schauspielerin nun in Deutschland Hilfe. Zeitweise ließ sie sich an der Frankfurter Universitätsklinik mit einer Chemotherapie und am Tegernsee mit einer alternativen Methode behandeln, die in den USA nicht zugelassen ist.

Offen, wie sie von Anfang an mit der Krankheit umging, hielt sie ihren Kampf gegen den Krebs in einem Film fest. Die Dokumentation "Farrah's Story" (Farrahs Geschichte) wurde Mitte Mai vom US- Fernsehsender NBC ausgestrahlt.

Zur Krankheit kam die ständige Sorge um ihren inzwischen 24 Jahre alten, schwer drogenabhängigen Sohn Redmond O'Neal, der derzeit nach einigen Gerichtsverfahren ein amtlich verordnetes, einjähriges Entzugsprogramm mitmacht. Im April bat er darum, nicht hinter Gitter zu müssen - er wolle seiner Mutter beistehen.

Unterstützung von Ryan O'Neal

Der wohl wichtigste Beistand für Fawcett war der langjährige frühere Partner, Redmonds Vater Ryan O'Neal, 68. Das einstige Paar war schon während seiner Leukämie-Erkrankung wieder zusammengewachsen.

Erst vor wenigen Tagen hatte O'Neal ihr einen Heiratsantrag gemacht. "Ich habe erneut um ihre Hand angehalten, und sie hat ja gesagt", berichtete O'Neal erst am Dienstag in einem Interview. "Ich kann mir die Welt ohne sie nicht vorstellen."

siu/dpa/AP
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