Trauerfeier im Hause Windsor Abschied von Prinzessin Margaret

Hunderte Touristen hatten sich vor den Toren des Windsor-Schlosses in der Nähe von London versammelt, um einen Blick auf die royale Trauergemeinde zu erhaschen, die Prinzessin Margaret zu Grabe trug.


Schloss Windsor spiegelt sich in einem Schaufenster, wo ein Bild der Verstorbenen ausgestellt wurde
AP

Schloss Windsor spiegelt sich in einem Schaufenster, wo ein Bild der Verstorbenen ausgestellt wurde

London - Auch "Queen Mum" war trotz ihrer gesundheitlichen Probleme nach Schloss Windsor gereist. Nach Informationen der BBC macht sich die Königsfamilie große Sorgen über den Zustand der alten Dame, die ihre jüngere Tochter Margaret zu Grabe tragen musste. Auf den Tag genau vor 50 Jahren war in der Kapelle König George VI., der Gatte von "Queen Mum", beigesetzt worden.

Zu der privaten Trauerfeier in der St.-Georgs-Kapelle kamen Königin Elizabeth, ihr Mann Prinz Philip, ihre Kinder Kronprinz Charles, Anne, Andrew und Edward, sowie Charles' Söhne William und Harry. Die 101-jährige Königinmutter betrat die Kirche durch einen Seiteneingang, wo sie von den Reportern und Touristen nicht gesehen werden konnte. Der TV-Sender BBC berichtete, sie habe in einem Rollstuhl gesessen.

Zu den Gästen gehörten auch Margarets Ex-Mann Lord Snowdon, mit dem 18 Jahre verheiratet war und sich 1978 scheiden ließ. Auch Roddy Llewellyn, der von 1973 bis 1980 ihr Liebhaber war, befand sich unter den Gästen.

Margarets Leichnam sollte unmittelbar nach der Trauerfeier in einem nahe gelegenen Krematorium eingeäschert werden. Wie die "Times" berichtet, hatte sich Margaret für eine Einäscherung entschieden, weil ihre Urne in der Königsgruft der St.-Georgs-Kapelle ganz in der Nähe ihres geliebten Vaters George VI. beigesetzt werden könne. Für einen Sarg wäre dort kein Platz mehr gewesen. Der einzige Platz, der noch frei ist, ist für "Queen Mum" reserviert.



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