Udo Lindenberg kritisiert Maßnahmen-Gegner "Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!"

Nur wenn alle cool bleiben, könne das Coronavirus unter Kontrolle gebracht werden, sagt Udo Lindenberg. Er appelliert an Maskenverweigerer, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen - damit unterstütze man auch die Kulturszene.
Udo Lindenberg musste seine geplante Tour wegen der Pandemie absagen (Archivbild)

Udo Lindenberg musste seine geplante Tour wegen der Pandemie absagen (Archivbild)

Foto: Axel Heimken / dpa

Für Gegner der Corona-Maßnahmen hat Udo Lindenberg kein Verständnis. "Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!", sagte der Rockmusiker in Hamburg.

"Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen", kritisierte er etwa Maskenverweigerer. "Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen."

Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, "sondern bedroht auch die möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland".

Erst vor Kurzem berichtete Lindenberg, dass ihm die Coronakrise schwer zu schaffen mache. Seine "ganze große Panikfamilie" habe durch die "grausame Pandemie einen schweren Blues abgekriegt", sagte der 74-jährige Sänger den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Er wolle aber allen Mut machen, in Ausnahmesituationen kreativ zu werden und neue Seiten an sich zu entdecken, sagte der Musiker weiter. Er selbst widme sich der Malerei. "Wenn ich so richtig dabei bin, dann überkommt mich absolute Besessenheit, ähnlich wie bei der Musik", sagte Lindenberg über sein Hobby, das er schon seit Langem intensiv betreibt. Zugleich habe das Malen für ihn aber auch "etwas Entspannendes".

Lindenberg, der seit den frühen Siebzigerjahren zu den erfolgreichsten deutschen Musikern gehört, musste seine geplante Tour wegen der Pandemie absagen. Im Mai hatte er erklärt, dass die Konzertreihe nicht verschoben werde. Vielmehr wolle er seine Fans schon bald "gesund wiedersehen". Nach Angaben des Veranstalters waren die Konzerte nahezu ausverkauft.

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin gab die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 237.936 an - ein Plus von 1507 seit dem Vortag. Den Angaben zufolge sind fünf weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9285 Todesfälle.

sen/dpa/AFP
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