Musiker-Biografie Als Udo Lindenberg mit 4,7 Promille ins Krankenhaus kam

Von seiner Tour vor 18 Jahren kann Udo Lindenberg nicht viel mitbekommen haben: Denn der Rocker war offenbar so betrunken, dass gelegentlich Doppelgänger für ihn singen mussten.

Udo Lindenberg
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Udo Lindenberg


"Trinken, so wie wir es betreiben, könnte auch gut olympische Disziplin werden", sagte Udo Lindenberg mal. Sätze wie diesen kann man in der neuen Biografie über das Leben des Rockers lesen. Diese enthüllt nun, wie schlecht es in den neunziger Jahren um Lindenberg stand: Die Alben verkauften sich mäßig, Lindenberg steckte in der Midlife-Crisis und litt an Alkoholsucht.

Dass der Musiker früher häufig viel trank, ist kein Geheimnis. "Kampf-Saufen" hat Lindenberg das gern genannt. Doch in der Biografie, die der langjährige SPIEGEL-Autor Thomas Hüetlin verfasst hat, wird deutlich, dass sich Exzess an Exzess reihte. Immer wieder hätten Ärzte sedierende Mittel spritzen müssen, damit Lindenberg sich von den Abstürzen erhole.

Trauriger Höhepunkt sei die Tour vor 18 Jahren gewesen. Immer wieder habe Lindenberg in seiner Garderobe geschlafen, teilweise hätten Doppelgänger auf der Bühne gestanden.

Auf dem Abschlusskonzert in Hamburg habe Lindenberg so viel getrunken, dass der Auftritt beendet werden musste. Wenige Tage später habe Lindenberg sich selbst ins Krankenhaus eingeliefert - mit 4,7 Promille, einer potenziell tödlichen Dosis. Erst sechs Jahre später, schreibt der Autor, habe Lindenberg eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann.


Die Biographie "Udo", die Lindenberg zusammen mit Hüetlin geschrieben hat, soll am 4. Oktober bei Kiepenheuer & Witsch erscheinen.

evh



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