Udo Lindenberg und die Malerei "Wenn ich so richtig dabei bin, dann überkommt mich absolute Besessenheit"

Die Coronakrise macht auch Udo Lindenberg schwer zu schaffen. Der Musiker und seine Band hätten "einen schweren Blues abgekriegt". Seine Zeit vertreibt er sich deshalb mit einem anderen Hobby.
Lindenberg im Januar: "Schweren Blues abgekriegt"

Lindenberg im Januar: "Schweren Blues abgekriegt"

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Udo Lindenberg und seine Band sind derzeit offenbar nicht sehr inspiriert, Musik zu machen. Seine "ganze große Panikfamilie" habe durch die "grausame Pandemie einen schweren Blues abgekriegt", sagte der 74-jährige Sänger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Panikorchester" ist der Name seiner Band, mit deren Mitgliedern Lindenberg auch befreundet ist.

Er wolle aber allen Mut machen, in Ausnahmesituationen kreativ zu werden und neue Seiten an sich zu entdecken, sagte der Musiker weiter. Er selbst widme sich der Malerei. "Wenn ich so richtig dabei bin, dann überkommt mich absolute Besessenheit, ähnlich wie bei der Musik", sagte Lindenberg über sein Hobby, das er schon seit Langem intensiv betreibt. Zugleich habe das Malen für ihn aber auch "etwas Entspannendes".

"The Show must go on"

Lindenberg, der seit den frühen Siebzigerjahren zu den erfolgreichsten deutschen Musikern gehört, musste seine geplante Tour wegen der Pandemie absagen. Im Mai hatte er erklärt, dass die Konzertreihe nicht verschoben werde. Vielmehr wolle er seine Fans schon bald "gesund wiedersehen". Nach Angaben des Veranstalters waren die Konzerte nahezu ausverkauft.

Er sei "tieftraurig", kündigte aber an, dass schon im kommenden Jahr eine neue Tour stattfinden solle. Kürzertreten wolle er ohnehin nicht. "The Show must go on. Und zwar noch sehr lange", sagte der Musiker.

Neben der Malerei hat Lindenberg auch eine Schwäche für schnelle Autos. Ende Juni wurde ein Porsche des 74-Jährigen aus der Tiefgarage des Hamburger Hotels Atlantic gestohlen. Der Sänger hatte den Diebstahl bemerkt, als er eine seiner nächtlichen Spritztouren mit dem 600.000 Euro teuren Fahrzeug machen wollte. Nur wenige Tage nach dem Verschwinden war der Porsche in einer Tiefgarage in Ahrensburg in Schleswig-Holstein aber wieder aufgetaucht.

Lindenberg lebt seit mehr als 25 Jahren im Hotel Atlantic. Medienberichten zufolge zog er jüngst wegen der Coronakrise aber an einen anderen Ort um.

bam/AFP
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