Überdosis Klinik zahlt Dennis Quaid 750.000 Dollar Schmerzensgeld

Großzügige Abfindung: US-Schauspieler Dennis Quaid hat von einem Krankenhaus in Los Angeles 750.000 Dollar erhalten, weil seine neugeborenen Zwillinge dort mit einer Überdosis Blutverdünnungsmittel behandelt worden waren.


Los Angeles - Man einigte sich außergerichtlich: Zwar zahlte das Cedars-Sinai-Zentrum in Los Angeles Dennis Quaid und seiner Frau Kimberley 750.000 Dollar. Die Ärzte der Promi-Klinik räumten allerdings kein Fehlverhalten bei der Behandlung der am 8. November 2007 geborenen Zwillinge des Ehepaars ein.

Die Kinder waren wegen einer Infektion im Krankenhaus behandelt worden. Dabei hatten sie eine Überdosis Blutverdünnungsmittel erhalten. Klinikchef Michael Langberg hatte zugegeben, dass am 18. November insgesamt drei Patienten eine Überdosis des Medikaments Heparin verabreicht worden sei. Dieses dritte Baby sowie die Zwillinge haben sich inzwischen erholt. Das Krankenhaus machte leicht zu verwechselnde Verpackungen für den Irrtum verantwortlich.

In einem Untersuchungsbericht der kalifornischen Gesundheitsbehörde hieß es, die Zwillinge der Quaids hätten jeweils zwei Ampullen mit 10.000 Einheiten Heparin pro Milliliter erhielten - das 2000-fache dessen, was sie bekommen dürfen. Das Cedars-Sinai hatte hingegen nach dem Vorfall erklärt, die am 8. November von einer Leihmutter geboren Kinder hätten je nur eine Ampulle bekommen. Doch auch diese Menge ist noch immer das 1000-fache dessen, was Säuglinge in der Regel verschrieben bekommen - nämlich zehn Einheiten pro Milliliter.

Quaid, der mit Filmen wie "The Big Easy" oder "Great Balls of Fire" Erfolge feierte, und seine Frau Kimberly sind die biologischen Eltern der Zwillinge, die von einer Leihmutter geboren wurden.

ala/AP



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