Unerwünscht bei Prinzenhochzeit Fergies Flucht

Sie war nicht zur Hochzeit von William und Kate eingeladen: Sarah Ferguson, Ex-Schwiegertochter der Queen, hat sich nun bei US-Talkmasterin Oprah Winfrey über ihre Nicht-Berücksichtigung ausgeweint - und Anspruch auf die Trauungskirche angemeldet.

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New York - "Es war so schwierig", sagte Sarah Ferguson, genannt "Fergie". Im schwarzen Kleid saß sie in der Show von US-Talkmasterin Oprah Winfrey, knetete ihre Hände - und sprach über die Entscheidung des britischen Königshauses, sie nicht zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton einzuladen. An der Hand von Winfrey jammerte es sich offenbar besonders leicht. "Ich wollte unbedingt mit meinen Töchtern dort sein, als Familie, und erleben, wie sie sich anziehen", sagte die Ex-Schwiegertochter der Queen.

Im Gegensatz zu ihrem geschiedenen Mann Prinz Andrew und den beiden gemeinsamen Töchtern Beatrice und Eugenie war die Herzogin von York bei dem Event unerwünscht. Für Skandal-Fergie war kein Platz - obwohl sie die Mutter von zwei Prinzessinnen ist, die in der Thronfolge bald nach William und Harry kommen.

Um sich abzulenken, sei sie nach Thailand geflogen. Die Trauung habe sie dort am Fernseher verfolgt, so die 51-Jährige. "Der Dschungel hat mich dabei umarmt."

Dann kam Fergie zum Kern ihrer Enttäuschung und machte ältere Rechte an der Trauungskirche Westminster Abbey geltend: "Es war auch hart für mich, weil ich die letzte Braut gewesen bin, die diesen Gang entlanggeschritten ist", sagte sie mit leicht schmollendem Unterton.

Lange wollte Fergie bei Oprah Winfrey aber nicht die Beleidigte spielen. Für die Braut hatte sie großes Lob parat. "Kate sah so unglaublich schön aus", sagte Ferguson. Auch von ihrem Neffen, Prinz William, zeigte sie sich beeindruckt: Diana wäre "sicher sehr stolz auf ihren Sohn gewesen", so Ferguson.

Sie war mit Andrew von 1986 bis 1996 verheiratet. Fergie sorgte in dieser Zeit für kleinere und größere Skandale, weil sie sich nicht der Etikette unterwerfen wollte. Seit der Scheidung schrieb Ferguson Kinderbücher, arbeitete an Fernsehdokumentationen und war Sprecherin für das Diätunternehmen Weight Watchers.

Im vergangen Jahr ging Ferguson der Boulevardzeitung "News of the World" auf den Leim. Ein als Geschäftsmann getarnter Reporter des Blattes bat die 51-Jährige, ihm Kontakt zu ihrem Ex-Mann zu vermitteln. Ferguson ging darauf ein - und verlangte 500.000 Pfund. Eine Anzahlung, 40.000 Pfund in bar, nahm sie in einem Hotelzimmer in einem Aktenkoffer entgegen. Sie wurde heimlich dabei gefilmt.

wit/dpa



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