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Topmodel Evangelista: Fahrer und Sicherheitsleute fürs Kind

Foto: Mark Mainz/ Getty Images

Unterhaltsklage Linda Evangelista verblüfft den Richter

Eine Nanny, Fahrer, Sicherheitspersonal - wenn ein Topmodel ihr Kind richtig versorgen will, wird es teuer. Mit einer Unterhaltsklage versucht Linda Evangelista einen Milliardär zur Kasse zu bitten. Die Forderung der Kanadierin überraschte den Richter.

New York - Es ist das wohl bekannteste Zitat in der Model-Geschichte: "Für weniger als 10.000 Dollar am Tag stehen wir gar nicht erst auf", sagte Linda Evangelista 1990. Nun, mehr als zwei Jahrzehnte später, gelten die finanziellen Interessen des Supermodels ihrem Sohn Augustin James. Und ihr Satz könnte lauten: Für weniger als 46.000 Dollar Unterhalt im Monat kann ich mein Kind nicht versorgen.

Die 46-Jährige hatte lange behauptet, Augustins Vater sei ein New Yorker Architekt. Erst eine Unterhaltsklage brachte vor wenigen Wochen die Wahrheit ans Licht: Vater ist der französische Unternehmer François-Henri Pinault, 49. Zum Konzern des Milliardärs gehören unter anderem die Luxusmarken Gucci, Balenciaga und Yves Saint-Laurent.

Bisher scheint Pinault seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachgekommen zu sein. Laut einem Bericht der "New York Post" hat er bisher für Augustin James keinen Cent gezahlt. Das soll sich nun ändern. Mit den 46.000 Dollar monatlich sollen unter anderem eine 24-Stunden-Betreuung durch eine Nanny und bewaffnete Sicherheitsleute bezahlt werden.

Dem Richter Matthew Troy soll laut "New York Post" die Kinnlade heruntergefallen sein, als er von der Forderung erfuhr. "Das wäre wahrscheinlich die höchste Unterhaltszahlung in der Geschichte des Familiengerichts", sagte er.

Evangelistas Anwälte begründen die Forderung ihrer Mandantin auch damit, dass Pinault seine Tochter Valentina, die er mit Schauspielerin Salma Hayek hat, rundum verwöhne. So gebe er viel Geld für ein Haus in Los Angeles aus, das Valentina erben solle, wenn sie älter ist. Evangelistas Anwälte argumentieren, Augustin sollte ebenso üppig versorgt werden. Valentina kam im September 2007, elf Monate nach der Geburt Augustins, zur Welt.

Pinaults Anwälte bezweifeln dagegen Evangelistas Forderungen - und fragen beispielsweise, warum das Model ehemalige Polizisten als Chauffeure beschäftigt. Auch die Rund-um-die-Uhr-Betreuung scheint ihnen allzu üppig, zumal Evangelista über ein Vermögen von mehr als acht Millionen Dollar verfüge und im vergangenen Jahr etwa 1,8 Millionen Dollar verdient habe.

Evangelista sagte vor Gericht, sie wolle nicht mit ihrem Sohn allein sein. "An Tagen, an denen ich keine Aufträge habe, arbeite ich an meinem Image", sagte sie. "Ich muss ins Fitness-Studio gehen. Ich habe Termine zur Schönheitspflege." Wenn sie arbeite, habe sie oft 16-Stunden-Tage.

Wer sich in dem Streit durchsetzt, entscheidet sich im September. Dann legt das Gericht die Unterhaltssumme fest.

ulz
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