US-Achtlingsmutter "Die Kinder sind ihr egal"

Über- oder Rabenmutter? Die Organisation "Angels in Waiting" hatte ihre Mitarbeiterinnen zu Nadya Suleman geschickt, um der 14-fachen Mutter im Alltag zu helfen. Doch die schmiss die Engel kurzerhand raus. Die Helferinnen kontern nun - und lassen kein gutes Haar an der 33-Jährigen.


New York/Los Angeles - Vor laufenden Kameras inszeniert sie sich als besorgte, treusorgende Mutter - doch die Realität jenseits der Öffentlichkeit sieht offenbar ganz anders aus: Die kalifornische Achtlingsmutter Nadya Suleman schenkt ihren knapp zwei Monate alten Babys nach Meinung von Beobachtern zu wenig Zeit und Beachtung.

Suleman sei mehr an den Medien als an ihren Frühchen interessiert und kümmere sich jeweils nur vor laufender Kamera um die Kleinen, warf ihr eine Krankenschwester der gemeinnützigen Organisation "Angels in Waiting" in einer amerikanischen Talkshow vor.

"Die Kinder sind ihr egal", zitierte das "People"-Magazin eine der "Angels" am Donnerstag. "Ihr geht es nur um die Paparazzi", behauptete Linda West-Conforti, die eigenen Angaben zufolge eine Woche lang ehrenamtlich im Haus der 33-jährigen, arbeitslosen Achtlingsmutter gearbeitet hatte.

Suleman warf die Mitarbeiterinnen der Wohltätigkeitsgruppe Anfang der Woche heraus, nachdem sie die Zustände im Haus an die zuständige Behörde gemeldet hatten. Außer den acht Frühchen hat Suleman noch sechs weitere Kinder, die sie ebenfalls durch künstliche Befruchtung empfangen hatte.

In der Talkshow von Dr. Phil McGraw hatte die arbeitslose Mutter über ihre zweite Fruchtbarkeitsbehandlung gesagt, sie habe die Entscheidung mit dem Herzen, aber nicht mit dem Kopf getroffen.

han/dpa



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