Betrugsskandal Anklage gegen Schauspielerin Loughlin ausgeweitet

500.000 Dollar für zwei Studienplätze: Im Skandal um mutmaßlich erkaufte Zulassungen zu US-Eliteuniversitäten ist die Anklage gegen Schauspielerin Lori Loughlin erweitert worden.

Schauspielerin Lori Loughlin mit ihrem Ehemann, dem Modedesigner Mossimo Giannulli
REUTERS

Schauspielerin Lori Loughlin mit ihrem Ehemann, dem Modedesigner Mossimo Giannulli


Die aus der Sitcom "Full House" bekannte Darstellerin Lori Loughlin sowie ihr Ehemann müssen sich wegen Verschwörung zur Bestechung im Zusammenhang mit einem Bundesprogramm verantworten. Dies teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit. Das könnte bei einer Verurteilung zu einer längeren Haftstrafe führen. Die Anklage wurde auch gegen neun weitere Eltern ausgeweitet.

Loughlin und ihr Ehemann Mossimo Giannulli sollen 500.000 Dollar gezahlt haben, damit ihre beiden Töchter Zugang zur angesehenen University of Southern California (USC) erhalten. Sie haben bei den bisherigen Anklagepunkten - Verschwörung zum Betrug und Verschwörung zur Geldwäsche - auf nicht schuldig plädiert. Mit dem neuen Anklagepunkt könnte die Staatsanwaltschaft versuchen, Druck auszuüben und ein Schuldeingeständnis zu erreichen.

Wie die "Los Angeles Times" berichtet, sollen das Ehepaar und weitere Angeklagte mit dem Berater William "Rick" Singer aus Newport konspiriert haben.

Lori Loughlin setzt der Prozess offenbar zu. "Sie ist wütend, sie ist traurig, aber vor allem ist sie in Panik", zitiert die Zeitschrift "People" eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld des Ehepaares. Demnach fühlt sich Loughlin als Sündenbock. "Wie wehrt man sich gegen die Bundesregierung, wenn diese beschlossen hat, ein Exempel an dir zu statuieren?", fragt die Quelle. "Der Stress droht sie zu zerreißen."

In die im März aufgeflogenen Bestechungspraktiken waren rund 30 wohlhabende und teilweise prominente Eltern verwickelt. Neben Loughlin ist die Schauspielerin Felicity Huffman ("Desperate Housewives") das bekannteste Gesicht. Huffman wurde im September zu 14 Tagen Haft, einer Geldstrafe von 30.000 Dollar und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Sie trat ihre Haftstrafe Mitte Oktober an.

ala/AFP



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