Präsidentschaftsrennen Herzogin Meghan ruft US-Bürgerinnen zum Wählen auf

Als gebürtige Amerikanerin sind Herzogin Meghan die US-Präsidentschaftswahlen wichtig. An die Frauen in dem Land gerichtet, sagte sie: "Wir alle wissen, was in diesem Jahr auf dem Spiel steht." Das gefällt nicht jedem.
Herzogin Meghan 2019: "Wir können mit dieser Wahl etwas verändern"

Herzogin Meghan 2019: "Wir können mit dieser Wahl etwas verändern"

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Facundo Arrizabalaga / dpa

Herzogin Meghan gilt als scharfe Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. Und obwohl sie seinen Namen nicht erwähnte, dürfte klar sein, was sie mit ihrem Wahlaufruf an US-Bürgerinnen bezweckt.

"Wir alle wissen, was in diesem Jahr auf dem Spiel steht", sagte die 39-Jährige als Gast bei einem Onlinetreffen mit Blick auf die Wahlen am 3. November. "Wir können mit dieser Wahl etwas verändern."

Herzogin Meghan hatte teilgenommen, um Frauen zu ermutigen, bei der US-Präsidentschaftswahl im November ihre Stimmen abzugeben. Sie sei "wirklich begeistert", bei dem virtuellen Wahlaufruf der gemeinnützigen Organisation "When We All Vote" mitzumachen, erklärte die gebürtige US-Amerikanerin zu Beginn ihrer vierminütigen Ansprache.

Königliche Familie verhält sich traditionell politisch neutral

Ihre Teilnahme war zuvor auf Kritik gestoßen. In sozialen Medien forderten wütende Briten, die Herzogin von Sussex solle ihren Titel abgeben, da sie sich in politische Angelegenheiten der USA einmische. Das Onlinetreffen unter dem Hashtag #whenallwomenvote verfolgte das Ziel, per SMS-Botschaften 300.000 Frauen zu erreichen und sie zu motivieren, sich für die Wahlen registrieren zu lassen.

Die Initiative "When we all vote" war 2018 unter anderem von der ehemaligen First Lady Michelle Obama gegründet worden. Deren Ehemann, Ex-Präsident Barack Obama, hatte jüngst beim Parteitag der US-Demokraten sehr scharfe Kritik an seinem republikanischen Nachfolger Trump geübt.

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Erst vor wenigen Monaten hatten sich Prinz Harry und Herzogin Meghan aus dem britischen Königshaus zurückgezogen. Wohl dosiert suchen sie seither dennoch die Öffentlichkeit, Prinz Harry griff zuletzt soziale Netzwerke an.

Trotz ihrer Lösung vom Königshaus sind sie noch Royals. Mitglieder der königlichen Familie gehen traditionell nicht wählen; ein Gesetz dazu gibt es aber nicht. Queen Elizabeth II. verhält sich politisch neutral. Meghan hatte in einem Interview mit der Zeitschrift "Marie Claire" erwähnt, dass sie bei den US-Wahlen ihre Stimme abgeben werde.

Nach Stationen in Kanada und in der US-Metropole Los Angeles leben Harry und Meghan mit ihrem einjährigen Sohn Archie nun in der kalifornischen Küstenstadt Santa Barbara.

apr/dpa
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