US-Talkshow Wenn der Blackout kommt

In den USA gehört die Late-Night-Talkshow des Moderators Jimmy Kimmel zu den beliebtesten Sendungen dieses Genres. Jetzt fiel kurz vor einer Aufzeichnung der Strom aus - gesendet wurde das Ganze trotzdem.

AP

Los Angeles - Die besten Talkshows sind solche, die Raum lassen für Improvisation und Spontaneität. Insofern gelang US-Moderator Jimmy Kimmel jetzt ein großer Wurf.

Eine Stunde, bevor am Montag die Aufzeichnung einer Sendung beginnen sollte, die am Dienstag in den USA ausgestrahlt werden sollte, fiel im Produktionsgebäude des Sender ABC in Los Angeles der Strom aus.

Zwar saßen Publikum, Kimmel und seine Gäste nicht im Dunkeln, doch das Gros des technischen Equipments in der Regie war nicht einsatzfähig. Kimmel machte aus der Not eine Tugend: Statt die Aufzeichnung zu verschieben, filmte er die Show mit seiner Laptop-Kamera, die Studioband spielte dazu "unplugged". Diese Rohfassung ging - mit viel Lob bedacht - über den Sender.

"Ich gebe BP die Schuld", sagte Kimmel laut "New York Times" zur Ursache des Blackout, "die sind sicher auch dafür irgendwie verantwortlich."

Das Beispiel Harald Schmidt hätte Kimmel zusätzlich beflügeln können: Als eine der besten Shows des deutschen Entertainers schätzen seine Fans bis heute die, während der er zwanzig Minuten lang aus einem dunklen Studio sendete.

pad



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.