Amy Schumer bei Protesten gegen Kavanaugh "Wir werden den Kampf gewinnen"

Tausende demonstrierten gegen die Ernennung Brett Kavanaughs als Richter am U.S. Supreme Court. Eine prominente Rolle dabei spielte die Komikerin Amy Schumer.

ERIK S LESSER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Die linke Faust streckt sie über ihren Kopf hoch in die Luft und ruft, als wollte sie ihre Worte in die Geste übersetzen: "Wir werden weiter kämpfen, uns kriegen sie nicht klein." Das hat die Schauspielerin und Komikerin Amy Schumer am Donnerstag auf der Demonstration gegen die Ernennung Brett Kavanaughs zum Richter am US-Supreme Court in Washington D.C. gesagt. Wenig später wurde sie offenbar festgenommen.

Die US-Amerikanerin sei mit Hunderten Demonstranten in ein Bürogebäude des Senats eingedrungen und habe dort illegal demonstriert, berichtet CNN. Die Polizei forderte die Demonstranten demnach auf, das Gebäude zu verlassen. Nachdem sich die Protestierenden geweigert hatten, seien sie kurzzeitig festgenommen worden. Das habe Schumer gegenüber einem CNN-Mitarbeiter bestätigt. Auch das Model Emily Ratajkowski wurde eigenen Angaben zufolge festgenommen.

Fotostrecke

6  Bilder
Amy Schumer bei Protest gegen Kavanaugh: "Uns kriegen sie nicht klein"

Ratajkowski postete einen Schnappschuss auf Instagram: Darauf hält sie ein Plakat in die Luft, auf dem "Respektiert Frauen oder erwartet unseren Widerstand" zu lesen ist. "Heute wurde ich festgenommen, als ich gegen die Supreme Court Ernennung von Brett Kavanaugh protestierte", beschrieb das Model das Foto. Männer, die Frauen verletzen, schrieb sie weiter und bezog sich damit auf Kavanaugh, können fortan nicht mehr in machtvollen Positionen bestehen.

Bevor die beiden Schauspielerinnen, die auch schon gemeinsam im Film "I feel Pretty" vor der Kamera standen, festgenommen wurden, hatte Schumer eine Ansprache bei den Protesten gehalten. "Wir werden den Kampf gewinnen", rief sie den Demonstranten entgegen. Man werde sich nicht nieder machen lassen, sondern weiter demonstrieren. Wer für Kavanaugh stimme, rief sie unter Jubel, der stimme auch dafür, dass Frauen nichts bedeuteten.

Schon zuvor hatte Schumer ihre Follower auf Twitter aufgefordert, sich den Protesten gegen die Ernennung Kavanaughs anzuschließen. "Das beste Werkzeug, um Kavanaugh zu stoppen, sind unsere Stimmen", schrieb sie.

Der Aufforderung schlossen sich am Donnerstag Tausende an. Sie trafen sich zunächst vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs in Washington und zogen dann in ein Bürogebäude des Senats. Dabei hielten sie Schilder mit Aufschriften wie "Kava-Nope" oder "Glaubt den Überlebenden" in die Höhe.

evh

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.