Nach Werbung für Corona-Impfung Uschi Glas berichtet von Hassmails

Die Schauspielerin Uschi Glas wirbt für Corona-Impfungen – und wird deshalb nach eigenen Angaben heftig angefeindet: »Da muss man einen guten Magen haben«, sagt sie.
Schauspielerin Uschi Glas (Archivfoto)

Schauspielerin Uschi Glas (Archivfoto)

Foto: Angelika Warmuth/ picture alliance / dpa

Uschi Glas bekommt wegen eines Werbespots für die Corona-Impfung zahlreiche Hassmails. »Ich werde ganz schön angefeindet«, sagte die Schauspielerin in einem Video des DUB Unternehmer-Magazins  vom Montag.

Zwar habe sie mit kritischen Reaktionen gerechnet. »Aber, dass es so heftig ist, hätte ich nicht gedacht.« Sie werde als Mörderin bezeichnet, die Menschen dazu veranlasse, »sich Gift in den Arm spritzen zu lassen«. Manche Angriffe seien »schwerst beleidigend«, man müsse »einen guten Magen haben« und bisweilen tief durchatmen, so die 77-jährige Münchnerin. Sie finde es traurig und beängstigend, »wie viel Hass und wie viel Ablehnung in unserer Gesellschaft ist«.

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Viele Menschen würden einfach nicht realisieren, dass es viele Krankheiten allein durch Impfungen nicht mehr gebe. In einem Video im Rahmen der Werbeaktion #ÄrmelHoch des Bundesgesundheitsministeriums erinnert sich Glas an die Zeit, als es noch Krankheiten wie Kinderlähmung gab.

Die Patentante ihrer Schwester sei wegen Polio lebenslang an den Rollstuhl gefesselt gewesen. Auch an Typhus und Pocken seien früher Menschen gestorben. Durch Impfungen seien diese Krankheiten verschwunden. »Und jetzt Corona: Das ganze Leben verschwindet, meinen Enkel habe ich seit über einem Jahr nicht im Arm gehabt.« Deshalb lasse sie sich impfen. »Mit einem kleinen Pieks holen wir uns unser Leben zurück.«

ala/dpa
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