Trennung von François Hollande Trierweiler "eher enttäuscht als wütend"

Fünf Tage nach ihrer offiziellen Trennung von Frankreichs Präsident François Hollande meldet sich Valérie Trierweiler in einem Interview zu Wort. Das Scheitern der Beziehung führt sie indirekt auf Hollandes Wahl zum Staatschef zurück.

AFP

Paris - "Eher enttäuscht als wütend" - so beschreibt Valérie Trierweiler in einem Interview mit dem Magazin "Le Parisien" ihren Gemütszustand. In dem Gespräch, das am Freitag veröffentlicht werden soll, äußert sich die 48-Jährige über ihre langjährige Beziehung zu Frankreichs Staatschef François Hollande. Sie schließe nicht aus, ein Buch über ihre Erlebnisse zu schreiben.

Hollande hatte die Trennung von Trierweiler am Samstag offiziell bekanntgegeben. Zu der von Kritikern als rüde empfundenen Erklärung des Staatspräsidenten sagte die Journalistin lediglich: "18 Wörter, fast eines für jeden Monat, den wir seit seiner Wahl (zum Präsidenten) zusammen waren". Ihre Reise nach Indien zu Wochenbeginn, während der sie das Gespräch mit dem "Parisien" führte, sei eine "Rückkehr zur Freiheit, weit weg von der politischen Welt und ihren Vertrauensbrüchen".

Über ihre Zeit mit Hollande im Elysée-Palast sagte Trierweiler, das Paar habe die Macht nicht auf dieselbe Art erlebt. Das habe etwas "kaputt gemacht". "Ich hätte lieber ein normales Leben gehabt, vielleicht wären wir dann heute noch zusammen", fügte sie hinzu. Nun wolle sie so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen, versicherte die Mutter von drei Kindern.

Vorangegangen war der Trennung eine unrühmliche Affäre um die Liebesbeziehung des Präsidenten mit der Schauspielerin Julie Gayet - diese hatte das Magazin "Closer" enthüllt. Offenbar im Zusammenhang mit dem Skandal erlitt Trierweiler einen Schwächeanfall und musste tagelang im Krankenhaus behandelt werden.

Hollande und Trierweiler waren zwar nicht verheiratet, die Journalistin hatte aber die Rolle der First Lady ausgefüllt und Hollande häufig zu offiziellen Anlässen begleitet.

rls/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.