Verdächtiger Mediziner Jacksons Leibarzt äußert sich erstmals öffentlich

"Ich vertraue darauf, dass die Wahrheit siegen wird": In einer Videobotschaft hat sich der frühere Leibarzt von Michael Jackson erstmals öffentlich geäußert. Zu den Todesumständen des "King of Pop" schweigt Conrad Murray jedoch weiterhin - ungeachtet der Ermittlungen gegen seine Person.

Jacksons früherer Privatarzt Murray: "Ich habe die Wahrheit gesagt"
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Jacksons früherer Privatarzt Murray: "Ich habe die Wahrheit gesagt"


Los Angeles - Er steht unter Verdacht, Michael Jackson ein möglicherweise todbringendes Schlafmittel verabreicht zu haben, nun äußert sich der Privatarzt des verstorbenen Popstars erstmals öffentlich. In einer einminütigen Videobotschaft sagte Conrad Murray: "Ich habe die Wahrheit gesagt und ich vertraue darauf, dass die Wahrheit siegen wird."

Auf die Vorwürfe der Ermittler ging der 51-jährige Mediziner nicht näher ein. Er soll dem "King of Pop" das Narkosemittel Propofol verabreicht und ihn dann alleingelassen haben. Das berichtete die "Los Angeles Times" unter Hinweis auf drei Informanten, die mit den Ermittlungen vertraut sind.

Murray bedankte sich stattdessen für die Unterstützung von Freunden und Patienten. Er habe Angst, Anrufe zu erwidern und E-Mails zu verschicken, sagte der Arzt mit Blick auf "all das, was vor sich geht". Gleich nach dem plötzlichen Tod des Sängers am 25. Juni war Murray ins Visier der Polizei geraten.

Beisetzung des "King of Pop" nur im engsten Kreis

Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass die Beisetzung Jacksons nur im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden soll. Ein Sprecher der Familie bestätigte laut "tmz.com", dass der tote Popstar am 29. August in einem Mausoleum auf dem Forest Lawn Friedhof in Glendale nahe Los Angeles bestattet wird. An diesem Tag wäre Jackson 51 Jahre alt geworden.

Zu der am Vormittag (Ortszeit) geplanten Beisetzung seien nur Familie und engste Freunde zugelassen, heißt es. Jacksons Bruder Randy teilte mit, dass er und seine Brüder den Sarg vom Leichenwagen zu dem Mausoleum tragen werden. Randy, Jackie, Tito, Jermaine und Marlon hatten im vorigen Monat bei der öffentlichen Trauerfeier für den Popstar im Staples Center ebenfalls den Sarg getragen.

Das prunkvolle Mausoleum, wo schon Stars wie Clark Gable und Jean Harlow bestattet wurden, ist nur für Angehörige und geladene Trauergäste, nicht aber für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Anlage wird laut "tmz.com" von Sicherheitskräften und Kameras streng bewacht.

hut/dpa



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