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US-Abgeordnete Giffords: Daumen drücken für den Weltraumflug

Foto: AFP / Giffords for Congress

Verletzte US-Abgeordnete Giffords darf zum Shuttle-Start ihres Mannes reisen

Die Ärzte haben grünes Licht gegeben: Die durch einen Kopfschuss schwer verletzte US-Abgeordnete Gabrielle Giffords wird dabei sein, wenn ihr Mann vom Kennedy Space Center in Florida aus zu seinem Weltraumflug startet - ebenso wie Barack Obama.

Washington - Gabrielle Giffords muss den Beginn des Weltraumflugs ihres Mannes nicht vom Krankenbett aus verfolgen: Ihre Ärzte hätten die Erlaubnis erteilt, dass sie zum Start des Space Shuttle "Endeavour" am Freitag mit nach Florida fahren dürfe, sagte Nasa-Astronaut Mark Kelly am Sonntag dem US-Sender CBS.

Seine Frau habe die gute Nachricht als "phantastisch" bezeichnet und eine Faust emporgereckt. Das Gehen und Sprechen falle ihr immer noch schwer, aber sie sei "zu hundert Prozent" sie selbst, ergänzte Kelly. Wenn sie dem Abflug ihrer Gatten in Cape Canaveral beiwohnt, wird die Öffentlichkeit sie erstmals seit dem Anschlag zu Gesicht bekommen.

Giffords war am 8. Januar in Tucson im US-Bundesstaat Arizona bei einem Bürgertreff vor einem Einkaufszentrum durch einen Kopfdurchschuss schwer verletzt worden. Sechs Menschen starben bei dem Blutbad. Die demokratische Kongressabgeordnete erholt sich derzeit in einer Reha-Einrichtung im texanischen Houston von den Folgen der Tat.

Die Klinik liegt rund 1600 Kilometer vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida entfernt, wo die "Endeavour" am Freitag zu ihrem letzten Flug ins All abheben soll. Um 21.47 Uhr deutscher Zeit wird die "OV-105", die jüngste der insgesamt fünf US-Raumfähren, starten. Es ist quasi die Generalprobe für die Abschiedsvorstellung des gesamten Shuttle-Programms. Nur zwei Monate danach fällt mit dem Flug der "Atlantis" endgültig der Vorhang.

Nicht nur Giffords wird nun zum Start erwartet - prominentester Gast wird US-Präsident Barack Obama sein. Er hat sich mit Ehefrau Michelle und den Töchtern Sasha und Malia angesagt. Die Nasa erwartet außerdem noch Zehntausende Besucher am Weltraumbahnhof, die das gewaltige Schauspiel bewundern wollen, wenn der Koloss mit einem riesigen Feuerschweif in den Himmel donnert.

abl/AFP
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