Video-Skandal um Sarah Ferguson "Ich war auf einer Abwärtsspirale"

Sarah Ferguson hat sich nach dem Video-Skandal bei Talk-Queen Oprah Winfrey ausgeweint. Sie erklärte nicht nur, dass sie betrunken gewesen sei, nein, sie war zudem auf einer Abwärtsspirale und hatte so große Geldsorgen, dass sie zeitweise sogar bei ihrem geschiedenen Mann Andrew leben musste.

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Hamburg - Die Ex-Schwiegertochter der britischen Queen, Sarah Ferguson, hat zugegeben, dass ihre finanzielle Situation "außer Kontrolle" geraten ist. Sie bereue jedoch zutiefst, dass sie für die Vermittlung von Geschäftskontakten zu ihrem geschiedenen Mann Prinz Andrew Tausende von Dollar kassieren wollte, sagte sie in einem Interview mit der amerikanischen Talkshow-Queen Oprah Winfrey. Das Gespräch wurde am Dienstag ausgestrahlt. "Fergie" räumte außerdem ein, getrunken zu haben, als sie bei dem Deal von einem als Investor getarnten Reporter heimlich gefilmt wurde.

Sie stehe kurz davor, Bankrott anzumelden, gab sie in dem Interview zu. Sie habe weit über ihre Verhältnisse gelebt. "Ich war vollkommen außer mir. Ich muss sagen, dass ich auf einer Abwärtsspirale war, dass es mir nur noch schwer fiel auf der Tretmühle des Lebens mitzuhalten. Ich lebte - oder versuchte - als Herzogin von York zu leben", sagte sie. Über die Details, warum sie sich so tief verschuldet habe, wollte sie allerdings nicht reden.

Ihre Geldprobleme seien so schlimm gewesen, dass sie zeitweise sogar bei ihrem geschiedenen Mann Andrew leben musste. "Wir sind geschieden, und ich will ihm keine Last sein. Ich habe das Gefühl, dass ich wieder auf die Füße kommen werde. Es wird vielleicht lange dauern, aber ich werde es versuchen".

Wie viel Unterhalt sie von ihrem geschiedenen Mann bekommt, wollte "Fergie" nicht sagen. Sie betonte aber, sie wolle im Einvernehmen mit ihrer früheren Schwiegermutter, der Queen, bleiben: "Ich wollte eine enge Freundschaft mit der Familie. Ich wollte Freundschaft mit dem Boss", sagte Ferguson.

Britische Medien interpretierten am Mittwoch ihren Auftritt im US-Fernsehen als Versuch, dort wieder in der Promi-Szene Fuß zu fassen. Die finanziell angeschlagene Geschäftsfrau wolle ihren Marktwert setzen. "Es sieht so aus, als ob sie bereits nächste Woche für Geschäfte in die USA zurückkehren könnte", zitiert die "Daily Mail" einen Informanten aus ihrem näheren Umfeld.

Sarah Ferguson hatte 500.000 Pfund (575.000 Euro) für die Vermittlung von Kontakten zu Andrew verlangt. Sie war dabei gefilmt worden, wie sie von dem Reporter des Boulevardblatts "News of the World" 40.000 US-Dollar (31.800 Euro) als Anzahlung für die bevorstehende Vermittlung eines Gesprächs entgegennahm.

Sarah Ferguson war mit Andrew von 1986 bis 1996 verheiratet. Sie haben zwei Töchter, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie. Seit der Scheidung schrieb Ferguson Kinderbücher, arbeitete an Dokumentationsfilmen für das Fernsehen und war Sprecherin für das Diät-Unternehmen Weight Watchers.

jjc/dpa



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