Video-Skandal um Sarah Ferguson "Ich war in der Gosse"

Wer sie in der Familie hat, braucht keine Feinde mehr: Sarah Ferguson wollte ihre Kontakte zum englischen Königshaus zu Geld machen und sorgte für einen Skandal. Sie sei betrunken gewesen, erklärte sie nun - und macht alles noch schlimmer.

Getty Images

Hamburg - Seit Jahren bemüht sich das britische Königshaus - zuletzt durchaus mit Erfolg - um effiziente Medienarbeit. Schließlich beeindruckte die Windsor-Sippe während der Ära Diana nur mit einem Superlativ - sie besaß das miserabelste Image aller Zeiten.

Jetzt wurden alle Anstrengungen der PR-Strategen zunichtegemacht - von Sarah Ferguson, Ex-Schwiegertochter der Queen.

Die 50-Jährige ging kürzlich einem als Geschäftsmann getarnten Boulevardjournalisten auf den Leim, der ihr Geld für eine Kontaktanbahnung zum Königshaus bot. Ferguson verlangte für ihre Dienste 500.000 Pfund.

Die 40.000 Pfund Anzahlung in bar schleppte die Herzogin in einer geborgten Aktentasche davon. Dumm nur, dass dies mit versteckter Kamera gefilmt wurde.

Jetzt versucht die abgehalfterte Adlige, die den Vorfall mit ihren finanziellen Problemen erklärte, laut einem Bericht des "People"-Magazins Schadensbegrenzung - und macht alles noch schlimmer.

In der Sendung der amerikanischen Talk-Queen Oprah Winfrey erklärte Ferguson, sie sei während der Transaktion mit dem Reporter in einem Hotel angetrunken gewesen. "Mir ist bewusst, dass ich getrunken hatte, ich war nicht bei mir", sagte Ferguson.

Sie selbst habe nur Ausschnitte des Videos gesehen, in Gänze kenne sie das Filmmaterial nicht. "Ich habe dem Teufel noch nicht ins Gesicht blicken können, weil ich weiß, dass ich in jenem Moment in der Gosse war."

Diese Äußerungen dürften im Buckingham Palace kaum die Gemüter beruhigen, zu groß ist der von Ferguson angerichtete Schaden. Sie hatte Kontakte zu ihrem Ex-Mann Prinz Andrew vermitteln wollen, der sich seit Jahren um ein seriöses Betätigungsfeld bemüht und als Sonderbotschafter in Wirtschaftsfragen um Profilierung kämpft. Vor allem trug ihm diese Tätigkeit jedoch den Spitznamen "Air Miles Andy" ein.

Obwohl Ferguson heftig bestritt, dass ihr Ex-Mann von ihrem Ansinnen gewusst habe, wurde nun auch Andrews Ansehen empfindlich beschädigt.

pad



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