Vietnam Mindestens 19 Menschen sterben durch Taifun "Molave"

Taifun "Molave" hat in Vietnam Zerstörung verursacht. Nach Erdrutschen starben mehrere Menschen, weitere werden noch vermisst.
Dorfbewohner und Soldaten graben sich nach einem Erdrutsch in der Provinz Quang Nam durch den Schlamm

Dorfbewohner und Soldaten graben sich nach einem Erdrutsch in der Provinz Quang Nam durch den Schlamm

Foto: Lai Minh Dong / AP

Vietnam ist von dem stärksten Taifun seit 20 Jahren getroffen worden, wie es von der Wetterbehörde hieß. Zwei durch den Taifun "Molave" verursachte Erdrutsche haben in Vietnam mehr als ein Dutzend Menschen getötet. Weitere Personen würden nach den Erdabgängen in der ländlichen Provinz Quang Nam in Zentralvietnam vermisst, teilten die Behörden mit.

Mindestens 19 Toten Personen starben, mehr als 40 Menschen werden noch vermisst. Außerdem wurden laut der Nachrichtenagentur dpa 26 Fischer in der Provinz Binh Dinh vermisst, nachdem ihre Boote gesunken waren. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens wurden mittlerweile zwölf Leichen im Wasser gefunden. Die Nachrichtenagentur AP berichtet sogar von insgesamt 35 Toten.

Die Rettungsarbeiten seien schwierig, da die Zufahrtsstraßen zu den Unglücksorten nach dem Sturm von tiefem Schlamm bedeckt seien, teilte Vizeregierungschef Trinh Dinh Dung mit. Vietnams Premierminister Nguyen Xuan Phuc sagte, alle Möglichkeiten müssten ausgeschöpft werden, um Überlebende zu retten. Das Militär sollte demnach bei den Arbeiten helfen.

Hunderttausende in Sicherheit gebracht

Der Taifun war am Mittwoch mit heftigem Wind, Starkregen und meterhohen Wellen über die Provinzen Quang Nam und Quang Ngai hinweggefegt. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometer pro Stunde riss "Molave" die Dächer von fast 90.000 Häusern ab, entwurzelte Bäume und überflutete Straßen. Vielerorts fiel der Strom aus.

Zuvor waren Hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Weitere Provinzen wurden gewarnt, dass es bis Sonntag zu neuen schweren Unwettern mit Überflutungen kommen könne. "Molave" soll voraussichtlich abgeschwächt in Richtung Westen nach Süd-Laos weiterziehen. Zuvor war der Taifun über die Philippinen gezogen. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von zehn, die AP von 16 Todesopfern in dem Land.

bbr/dpa/AFP/AP

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