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Volker Graul, 69

aus DER SPIEGEL 22/2022
Foto:

Horstmüller / IMAGO

Als Mittelstürmer liebte er den direkten Weg zum Tor, auf Abwege geriet er erst später. Volker Graul war ein umjubelter Fußballer bei den Fans von Arminia Bielefeld, 1975 war er mit 30 Treffern der Torschützenkönig der neu geschaffenen Zweiten Liga Nord, nach dem Bundesliga-Aufstieg 1978 gehörte er beim legendären 4:0-Erfolg der Arminia bei Bayern München zu den Torschützen. Schon als Fußballer war er aber auch ein eigenwilliger Typ. Als der FC Gütersloh ihn verpflichtete, fühlte er sich vom Sponsor finanziell geprellt und zog vor Gericht. Der westfälische Fußballverband verhängte daraufhin eine mehrjährige Sperre über den Stürmer, der reagierte und beendete seine aktive Laufbahn. Dem Fußball blieb er auch danach verbunden, die Schlagzeilen über ihn wurden aber negativer. Als Spielerberater war er in dubiose Zahlungen verwickelt, die von Bayer-Manager Reiner Calmund an ihn gegangen sein sollen. Undurchsichtige Transfers bei der TuS Koblenz, bei denen er die Hand im Spiel hatte, beschäftigten die Justiz. Volker Graul starb am 22. Mai in Bad Rothenfelde.

aha
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