Wegen Meineids Polizei ermittelt gegen Dianas Ex-Diener

Später Ärger: Paul Burrell, ehemaliger Butler von Prinzessin Diana, hat möglicherweise vor Gericht gelogen. Nun läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Meineids gegen ihn.


London - Zurück auf seinem neuen Wohnsitz in den USA, hatte Burrell damit geprahlt, vor Gericht nur die halbe Wahrheit über die Hintergründe des tödlichen Autounfalls von Lady Di und Dodi al-Fayed gesagt zu haben. Dummerweise wurde er dabei von einer versteckten Kamera gefilmt.

Ex-Butler Burrell: Anzeige gegen den früheren Angestellten des Hofes
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Ex-Butler Burrell: Anzeige gegen den früheren Angestellten des Hofes

Nun liegt gegen den ehemaligen Butler von Prinzessin Diana eine anonyme Anzeige wegen Meineids vor. Die Polizei ermittelt bereits. Der Vorsitzende Richter der sechsmonatigen Untersuchung zur Klärung der Todesursache von Prinzessin Diana, Scott Baker, hatte zuvor eine strafrechtliche Verfolgung abgelehnt.

Burrell hatte während des Verfahrens vor Gericht ausgesagt, die Prinzessin habe Angst um ihr Leben gehabt und sich vor ihrem früheren Schwiegervater, Prinz Philip, gefürchtet.

Damit hatte der Ex-Butler Gerüchte genährt, dass Prinz Philip und der britische Geheimdienst in den tödlichen Unfall verwickelt waren, bei dem Diana und ihr damaliger Freund Dodi al-Fayed ums Leben kamen. Das Gericht entschied jedoch, dass diese Verschwörungstheorie jeglicher Grundlage entbehrte.

Schon in der Vergangenheit hatte Burell des öfteren Gerüchte um das britische Königshaus angeheizt und so für Gesprächsstoff gesorgt: Nach dem Tod von Diana, schrieb der inzwischen 50-Jährige zwei Enthüllungsbücher über seine Zeit an der Seite der Prinzessin.

bel/AP



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