»Wer wird Millionär?« 21 Jahre lang beworben – Kandidat gewinnt nur 500 Euro

Es war die wohl hartnäckigste Bewerbung der TV-Geschichte: Nach zwei Jahrzehnten durfte der Sport- und Lateinlehrer Thomas Müller auf dem Stuhl von Günther Jauch endlich Platz nehmen – und scheiterte schnell.
Kandidat Thomas Müller: Berlusconi hat ihn zu Fall gebracht

Kandidat Thomas Müller: Berlusconi hat ihn zu Fall gebracht

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Viele Jahre träumte Thomas Müller aus Mellingen bei Weimar davon, den Jackpot zu knacken und die Million bei der Quizshow »Wer wird Millionär?« mit nach Hause zu nehmen. 21 Jahre lang bewarb sich Müller, 46, ließ sich sogar vom ersten Millionengewinner der Sendung, Eckard Freise, coachen.

Doch als Müller am Montagabend endlich auf dem Stuhl vor Moderator Günther Jauch saß, scheiterte der Sport- und Lateinlehrer. Er gewann lediglich 500 Euro, wie mehrere Medien, etwa die »Bild«-Zeitung, berichten.  

Müller sollte die 8000-Euro-Frage beantworten: »Wer begegnet dem Leser im aktuellen Bestseller ›Glitterschnitter‹ wieder?« Zur Auswahl standen das Sams, Franz Eberhofer, Herr Lehmann und Lisbeth Salander. Weil den Kandidaten die zwei ersten Joker nicht weiterbrachten, rief er seinen dritten Joker, Eckard Freise, an. Freise gab ihm den richtigen Tipp. Müller kam weiter.

Doch bei der 32.000-Euro-Frage war sich Müller auch nicht sicher – und er zockte. »Wer wurde im September zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt?« Tony Blair, Georg W. Bush, Nicolas Sarkozy oder Silvio Berlusconi? Müller nannte Berlusconi, richtig wäre Sarkozy gewesen.

Einige Zuschauerinnen und Zuschauer hatten Mitleid mit Müller, auf Twitter beschwerten sie sich darüber, dass die 8000-Euro-Frage zu schwer gewesen sei.

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