"Wetten, dass..?"-Kandidat Samuel Koch würde Sprungwette wieder machen

"Jeder Skiurlaub war gefährlicher als dieses Autogehüpfe": Samuel Koch würde seinen Stunt bei "Wetten, dass..?" noch einmal machen. Im ersten TV-Interview nach dem Unfall sagte der gelähmte Student, er gebe die Hoffnung auf Besserung niemals auf.

Koch im Gespräch mit ZDF-Mann Hahne: "Ich bin 500- bis 600-mal über so ein Auto gehüpft"
dapd/ ZDF/ Michael Kramers

Koch im Gespräch mit ZDF-Mann Hahne: "Ich bin 500- bis 600-mal über so ein Auto gehüpft"


Berlin - Samuel Koch hat dem TV-Moderator Peter Hahne das erste Interview nach dem schweren Unfall bei "Wetten, dass..?" gegeben. In dem Gespräch, das am Sonntagmittag im ZDF ausgestrahlt wird, sagte Koch, er sei dankbar, dass er sich bei vielen Menschen für die ehrliche Anteilnahme bedanken könne. Kraft gäben ihm seine Eltern, die Geschwister und der Glaube.

Der 23-jährige Student war am 4. Dezember in der "Wetten, dass..?"-Sendung vor laufenden Kameras beim Sprung mit Stelzen über ein Auto so schwer gestürzt, dass er sich Verletzungen an der Halswirbelsäule und am Rückenmark zuzog. Er ist seitdem gelähmt und wird in der Schweiz behandelt.

Auf die Frage von Peter Hahne, ob er die Wette noch mal machen würde, sagte Koch: "Ja, unter den gleichen Voraussetzungen, ja." Im Prinzip habe es keinen Grund gegeben, der ihn hätte aufhalten müssen: "Ich bin mindestens 500- bis 600-mal über so ein Auto gehüpft. Jeder Skiurlaub, den ich gemacht habe, war definitiv gefährlicher als dieses ganze Autogehüpfe."

Gefragt, ob er an Wunder glaube, antwortete Koch: "Es gibt auf jeden Fall Dinge, die nicht durch Wissenschaft, Medizin erklärbar sind." Seine Lunge funktioniere - im Gegensatz zu vielen Patienten mit ähnlichen Lähmungen, die an Atemgeräte angeschlossen seien. Die Hoffnung auf Besserung habe er "zu keinem Zeitpunkt" aufgegeben.

cte/AFP



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Das Grauen 25.06.2011
1. Unbelehrbar.
Da ist wohl Hopfen und Malz verloren. Hoffentlich haben wenigstens die Produzenten dazugelernt und unterbinden solchen lebensgefährlichen Unfug in Zukunft.
johan83 25.06.2011
2.
wieso wird eigebtlich ständig über herrn koch berichtet? ist er der einzige mensch weltweit, der an den folgen eines schlimmen unfalls (in diesem fall sogar selbstverschuldet) leidet?
mixedup11 25.06.2011
3. @Das Grauen
Sie sind ein wirklich armer Mensch. Respektieren Sie doch bitte einfach, dass es Menschen gibt die ein anderes Leben gewählt haben als Sie. Nur weil Sie dieses Risiko nicht tragen wollen oder keine Motivation darin sehen so etwa zu tun haben Sie noch lange kein Recht zu sagen er hätte nichts gelernt. Herr Koch kann vielleicht auch Ihren Job oder Ihre Hobbies nicht verstehen er würde sich aber sicherlich nicht anmaßen darüber zu urteilen. Der Mann hat niemanden anders als sich selbst gefährdet, das ist sein Gutes Recht und er trägt ohne zu klagen seine Konsequenzen. So what? Tragen Sie immer alles so mit Fassung? Sie müssen das nicht für gut heißen, aber hören Sie gefälligst auf Ihre beschränkte Welt als die einzig Richtige zu bezeichnen. Schönes Wochenende noch.
Flari 25.06.2011
4. Wieso?
Zitat von Das GrauenDa ist wohl Hopfen und Malz verloren. Hoffentlich haben wenigstens die Produzenten dazugelernt und unterbinden solchen lebensgefährlichen Unfug in Zukunft.
Vielen Menschen macht eine gewisse Gefahr einfach Spass. Sei es als Akteure oder als Zuschauer. Dabei macht es gerade den Akteuren oft den meisten Spass. Viele bräuchten dazu auch keine Zuschauer, andere wollen sie.. Gerade die relativ hohe Geschwindigkeit in Bezug auf das Gefahrenpotenzial reizt viele Akteure, weil sie damit den passenden und erwünschten Andrenalinschub bekommen.. Wer das nicht sehen möchte, kann sich doch jederzeit die DVD mit dem Kaminfeuer auflegen.. :-))
achazvonthymian 25.06.2011
5. Salbungsvoll
Das ist die richtige Kombination: Der salbungsvolle Hahne, im Erstberuf Seelsorger und der gescheiterte Wetten Dass - Kandidat, der die Physik nicht beherrschte. Jeder Physik-Schüler in der 11. Klase weiß, dass die Zentrifugalskraft F = m*v*/R mit der Geschwindigkeit v quadratisch zunimmt. Die auftretenden Kräfte beim Sprung über den langen Wagen - beim kurzen ging es noch - wurden so groß, dass kein Mensch so eine Kraft aufhalten kann (vgl. Sicherheitsgurt im Auto). Auch an dem Unfall sieht man, dass Deutschland im PISA-Vergleich hinten liegt. Ich wette, dass der Seelsorger Hahn morgen nicht über Physik, sondern über Gottes Fügung sprechen wird. Dabei ist die Beherrschung der Physik ein Akt des Selbstschutzes. Der Kandidat sollte schnellstmöglich ein Physik-Seminar besuchen.
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