Will Smith und Roger Federer Blue Brothers

Ein Anzug in einem Bilderrahmen? Beim Turniersieg in Madrid durfte sich Roger Federer über ein ungewöhnliches Geschenk freuen. Überbringer Will Smith schwang später selbst den Tennisschläger - machte dabei aber notgedrungen eine ulkige Figur.

Getty Images

Hamburg - Siegerehrungen im Tennis sind meistens eine eintönige Angelegenheit. Zunächst dankt der Turnierdirektor den Sponsoren, die alles möglich gemacht haben. Dann sagt der Verlierer, gegen welch großartigen Gegner er gerade verloren hat. Dann dankt der Sieger seinen Freunden und Mitarbeitern, die alles möglich gemacht haben. Und natürlich den Fans: "Ihr wart das beste Publikum der Welt."

Beim ATP-Turnier in Madrid lief es nun ein bisschen unterhaltsamer ab. Und das lag auch an Will Smith. Der Hollywood-Star war nach Spanien gekommen, um Werbung für seinen neuen Film "Men in Black 3" zu machen. Nach dem Finale zwischen Roger Federer und Tomas Berdych kam sein Auftritt bei der Siegerehrung.

Smith glänzte zunächst mit einer kurzen Rede auf Spanisch. Dann übergab er dem Sieger Federer einen schwarzen Anzug in einem großen Bilderrahmen. Der komme von "Men in Black", sagte Smith.

Federer, der sich mit Smith offenbar gut verstand, war ein wenig irritiert. Der Rahmen war zu groß, um ihn allein tragen zu können. Also stellte er sich erstmal nur davor und zeigte "Daumen hoch". Tolles Geschenk.

Das Turnier in Madrid wurde in diesem Jahr zum ersten Mal auf blauer Asche ausgetragen. Smith hatte sich stilecht ein blaues Tuch ins Sakko gesteckt. Während andere Spieler wie Rafael Nadal und Novak Djokovic früh ausschieden und den neuen Belag kritisierten, kam Federer gut über die Runden und besiegte Berdych letztlich 3:6, 7:5, 7:5.

Später am Abend stieg dann die Premiere von "Men in Black 3". Dort konnte sich Federer mit seinem Besuch für das ungewöhnliche Geschenk revanchieren. Eine Hand wäscht im Showbusiness halt die andere.

Smith probierte sich vor der Vorstellung sogar selbst im Tennis, hatte aber nur einen überdimensionalen Schläger zur Verfügung. Damit würde wahrscheinlich selbst der elegante Federer keine gute Figur machen. Aber sehen Sie selbst (hier geht's zur Fotostrecke).



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