Oscarpreisträger US-Schauspieler William Hurt mit 71 Jahren gestorben

Für »Der Kuss der Spinnenfrau« gewann er einen Academy Award, insgesamt wirkte William Hurt in Dutzenden Filmen mit. 2018 wurde bei ihm ein Krebsleiden diagnostiziert. Nun ist der US-Schauspieler gestorben.
William Hurt (2016)

William Hurt (2016)

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Rich Fury / Invision / AP

Der US-Schauspieler William Hurt ist tot. Der aus Filmen wie »Der große Frust« und »A History of Violence« bekannte Darsteller sei im Alter von 71 Jahren gestorben, berichteten US-Medien am Sonntag unter Berufung auf Hurts Sohn Will. Demnach starb der Oscarpreisträger eine Woche vor seinem 72. Geburtstag im US-Bundesstaat Oregon »friedlich, umgeben von seiner Familie« eines natürlichen Todes.

Bei William Hurt war im Mai 2018 Prostatakrebs im Endstadium diagnostiziert worden. Die Krankheit hatte sich demnach bereits auf die Knochen ausgebreitet. Ob der Schauspieler seinem Krebsleiden erlag, teilte der Sohn in seiner Erklärung nicht mit. 2018 hatte Hurt noch erklärt, eine alternative Art der Chemotherapie habe ihm das Leben gerettet.

Hurt hatte seine Schauspielkarriere in den Achtzigerjahren begonnen und immer wieder ungewöhnliche Charaktere gespielt. Für seine Rolle als homosexueller Häftling in Brasilien im Film »Der Kuss der Spinnenfrau« von 1985 erhielt er den Oscar als bester Hauptdarsteller.

In den beiden folgenden Jahren wurde er für seine Rollen im Filmdrama »Gottes vergessene Kinder« und in der Komödie »Nachrichtenfieber – Broadcast News« erneut für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Seine vierte und letzte Nominierung für einen Academy Award erhielt er für den David-Cronenberg-Film »A History of Violence«. Der Thriller stammt aus dem Jahr 2006.

Zuletzt war Hurt unter anderem in Blockbusterproduktionen wie der »Avengers«-Filmreihe zu sehen gewesen. Neben seinen Auftritten in Hollywoodfilmen widmete er sich aber immer wieder auch dem Theater. Gelernt hatte er die Schauspielerei unter anderem an der renommierten Juilliard-Schule in New York City, die er von 1972 bis 1976 besuchte.

Der Schauspieler war zweimal verheiratet und hinterlässt insgesamt vier Kinder.

jok/AFP
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