Sieg vor Gericht "Closer" darf Oben-ohne-Bilder von Kate nicht mehr nutzen

Es ist ein Erfolg für das britische Königshaus: Ein französisches Gericht hat dem Magazin "Closer" die weitere Veröffentlichung der Oben-ohne-Bilder von Prinz Williams Ehefrau verboten. Der Verlag muss die Fotos innerhalb von 24 Stunden an Kate aushändigen.


Nanterre - Seit Tagen sorgen die Oben-ohne-Bilder der Herzogin von Cambridge für Aufregung. Es sind unscharfe Paparazzi-Aufnahmen, die das französische Magazin "Closer" zuerst druckte. Sie wurden aus weiter Entfernung geschossen und zeigen Kate, die Ehefrau von Großbritanniens Prinz William, nur mit einem Bikinihöschen bekleidet. Das royale Paar versuchte, eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung der Bilder zu erwirken - und hatte mit diesem Plan nun Erfolg.

Ein französisches Gericht im Pariser Vorort Nanterre hat dem französischen Klatschmagazin "Closer" eine weitere Veröffentlichung der Fotos untersagt und damit dem Eilantrag des Paares stattgegeben. Zudem ordnete das Gericht an, dass der Verlag sämtliche Fotos innerhalb von 24 Stunden an Kate aushändigen muss. Bei Missachtung drohe dem Magazin eine Strafe von 10.000 Euro.

"Diese Fotoaufnahmen können nicht als Gegenstand von allgemeinem Interesse gesehen werden, da sie nicht mit den offiziellen oder öffentlichen Auftritten in Zusammenhang stehen", begründete der Richter seine Entscheidung. Die Bilder seien "besonders aufdringlicher Natur" und verletzten die Privatsphäre. Das umstrittene Heft mit den intimen Aufnahmen darf allerdings weiter verkauft werden.

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Royals auf Tour: William und Kate in der Südsee
Unabhängig von der einstweiligen Verfügung haben Kate und William auch einen Strafantrag gegen unbekannt gestellt. Die französische Justiz leitete eigenen Angaben zufolge am Dienstagmorgen erste Vorermittlungen ein. Offen ist, ob die Staatsanwaltschaft gegen das Klatschmagazin "Closer" oder den Fotografen selbst vorgehen soll.

"Zutiefst private Szenen"

Bereits am Vortag hatten sich die Anwälte von Kate und William sowie Rechtsvertreter des Verlagshauses Mondadori vor Gericht zu dem Fall geäußert. "Closer" solle für jeden Tag, an dem die einstweilige Verfügung missachtet werde, ein Bußgeld von 10.000 Euro zahlen, forderte der französische Anwalt von William und Kate, Aurélien Hamelle. "Es gibt keinerlei Zustimmung zur Veröffentlichung dieser Bilder", sagte Hamelle. Sie zeigten zutiefst private Szenen aus dem Leben des britischen Paares.

Die Anwältin von "Closer", Delphine Pando, rechtfertigte die Veröffentlichung: Die Bilder gehörten einer Agentur, das Magazin habe die Veröffentlichungsrechte für sie erworben. Einer der Hauptpunkte der Diskussion war, ob die Terrasse des Ferienhauses in der Provence, auf der Kate ohne Bikinioberteil fotografiert worden war, öffentlich einsehbar gewesen war.

"Closer" hatte die Fotos zwar als erstes veröffentlicht, sie wurden inzwischen jedoch auch in einer Sonderausgabe des italienischen Klatschblattes "Chi" abgedruckt sowie im "Irish Daily Star". Das Unternehmen Independent Star, zu dem das Blatt gehört, suspendierte daraufhin den Chefredakteur Michael O'Kane und leitete eine interne Ermittlung gegen ihn ein.

Die Fotos von Kate wurden dem britischen Rundfunksender BBC zufolge im August auf dem Balkon des Feriendomizils des Neffens der Queen, Lord David Linley, im beliebten südfranzösischen Urlaubsgebiet Luberon aufgenommen.

Das Prinzenpaar ist momentan auf Asien-Reise. Bevor es am Mittwoch nach Großbritannien zurückkehrt, besucht es gerade die Pazifikinsel Tuvalu. Tausende Bewohner hießen die beiden willkommen.

amp/aar/dpa/dapd/AFP

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