Rapper in Kolumbien Wiz Khalifa kifft am Grab von Pablo Escobar

US-Rapper Wiz Khalifa war für ein Konzert zu Gast in Kolumbien. Bei der Gelegenheit unternahm er noch einen Abstecher ans Grab von Drogenbaron Pablo Escobar. Medellíns Bürgermeister reagierte empört.

Rapper Wiz Khalifa (Archivbild)
DPA

Rapper Wiz Khalifa (Archivbild)


Ein Gangsterrapper, der etwas auf sich hält, sucht die Nähe zu Gangstern. Nur verständlich, dass Wiz Khalifa seinen Aufenthalt in der kolumbianischen Stadt Medellín nutzte, um einen der größten Verbrecher in der Geschichte des Landes zu besuchen - auch wenn der längst tot ist.

Auf Instagram veröffentlichte der US-Rapper Bilder von seiner Visite zum Grab von Kolumbiens getötetem Drogenboss Pablo Escobar. Dort hatte der 29-Jährige Blumen niedergelegt und im Anschluss weitere Gedenkorte des Gangsters besucht. Laut Berichten rauchte er am Grab auch Marihuana. Auf einem der Bilder ist neben Escobars Grabstein auch ein Joint zu sehen.

Khalifa ist der BBC zufolge regelmäßiger Konsument, eine Marihuana-Sorte mit seinem Namen vertreibt der Musiker demnach mit einer Firma im US-Bundesstaat Colorado.

Die Stippvisite und die Grabgeschenke erzürnten Medellíns Bürgermeister Federico Gutiérrez aufs Äußerste. Khalifas Verhalten sei eine unverantwortliche Verherrlichung der Verbrechen in einer Stadt, die so unendlich unter den Taten des Drogenkartells gelitten habe, sagte er nach Angaben des Portals "El Colombiano".

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"Dieser Typ hat nicht die Gewalt dieser Drogenhändler erleiden müssen. Statt Blumen zu Pablo Escobar zu bringen, sollte dieser Halunke lieber den Opfern Blumen bringen, er schuldet der Stadt eine Entschuldigung."

Ob die mahnenden Worte durch den Nebel zu Khalifa vordrangen, ist nicht bekannt. Der Rapper hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.

cnn/dpa



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