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Greta Thunberg Zorniger Blick zurück

aus DER SPIEGEL 16/2021
Foto:

David Himbert / Polaris / laif

Ein Jahr lang hatte sich die Aktivistin Greta Thunberg, 18, Zeit genommen, um die Welt zu bereisen und dabei ihre Botschaft zu verkünden: Nicht Worte, sondern nur Taten könnten etwas am Klimawandel und an der Erderwärmung ändern. 2019 fuhr sie los und wurde während dieser Zeit von einem Team der BBC begleitet, die nun eine dreiteilige Dokumentation mit dem Titel »A Year to Change the World« zeigt. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht Thunbergs Reise durch Nordamerika auf dem Weg zur Klimakonferenz in Chile. Sie besucht die kanadischen Rocky Mountains, wo ein dramatisches Kiefernsterben eingesetzt hat, und Orte in Kalifornien, die von Bränden verwüstet wurden. Thunberg begegnet Wissenschaftlern und Politikern, wird bejubelt und angefeindet – auch von Donald Trump oder Jair Bolsonaro. In einem Interview zur Dokumentation sagt Thunberg, dass sie ausgenutzt worden sei: »Ob man mir nun applaudierte und Selfies mit mir machte oder mich beschimpfte und kritisierte: Beide Seiten benutzen mich für unterschiedliche Zwecke und auf unterschiedliche Art und Weise, aber sie benutzen mich, um an Popularität zu gewinnen.« Größte Hochachtung empfindet Thunberg gegenüber dem Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough – ihre Begegnung mit ihm ist im zweiten Teil zu sehen. »Verglichen mit ihm habe ich nichts getan«, sagt die Schwedin.

clv
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