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Zu sexy für Hongkong Flughafen setzt Pam-Anderson-Spot auf Index

Mit einem Video will Ex-Baywatch-Nixe Pamela Anderson derzeit gegen Pelze und Tierquälerei demonstrieren. Doch der Protest der spärlich bekleideten Blondine geriet vielen zu freizügig - gleich mehrere Flughäfen haben den Spot bereits verboten.

Hongkong - Bessere PR kann man sich eigentlich gar nicht wünschen. Zusammen mit der ewigen Skandalnudel Nina Hagen hatte Pamela Anderson für die Tierschutzorganisation Peta ein Video gedreht. Darin werden böse und zickige Pelzträgerinnen von einer ebenso rigorosen wie halbnackten Sicherheitsbeamtin (Anderson) kontrolliert - und gegebenenfalls ihrer falschen Haut entledigt.

Kein Leder, kein Fell, keine Tierprodukte lautet der Auftrag der Kontrolleurin, die nur mit kecker Polizistenmütze, Hotpants und weit geöffneter Bluse bekleidet über das Flughafenparkett fegt. Mal legt sie einer uneinsichtigen Reisenden Handschellen an, winkt zwischendurch ein vollkommen nacktes Paar entspannt durch die Schleuse.

"Grausamkeit fliegt nicht": In dem dramaturgisch wie technisch nicht eben anspruchsvollen Spot sind große Ideale mit viel Nacktheit gepaart - und das gefällt nicht jedem. Die Betreiber des Hongkonger Flughafens haben jetzt das Video verboten, weil sie es als "unangemessen" empfanden. Die anzüglichen Bilder könnten die Gefühle von Besuchern verletzen, befürchten die Kritiker. Und das offenbar weltweit, denn auch die Airports von New York und Boston setzten den Spot auf den Index, obwohl er den dort während des Schneechaos Wartenden sicherlich das Herz erwärmt hätte.

Die Tierschutzorganisation Peta zeigte sich überrascht über das Verbot des Streifens, in dem auch die deutsche Punksängerin Nina Hagen und der Jackass-Star Steve-O auftreten. "Angesichts der Grabscherei, die man an Sicherheitskontrollen erlebt und der Nacktheit, die man in Körperscans sieht, sind wir überrascht, dass unser fröhlicher Spot zu gewagt erscheint", sagte der Peta-Vizepräsident für Asien, Jason Baker. Man setze aber auf mehr Verständnis an den Flughäfen von Tokio, Seoul und Sydney.

ala/AFP
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