Überfall auf Geldtransporter Bewaffnete erbeuten rund 40 Millionen Euro in Libyen

Schwer bewaffnete Verbrecher haben in der libyschen Stadt Sirte im großen Stil Kasse gemacht. Sie überfielen einen Geldtransporter und raubten eine gigantische Summe Bargeld - umgerechnet rund 40 Millionen Euro.


Tripolis - Bei einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter der libyschen Zentralbank haben Diebe Bargeld im Wert von umgerechnet knapp 40 Millionen Euro erbeutet. Zehn schwer bewaffnete Männer hätten das Fahrzeug nahe der Küstenstadt Sirte am Montag angegriffen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Lana.

Der Transporter war demnach auf dem Weg vom Flughafen von Sirte in die Zentralbank-Filiale in der Stadt. Die Fracht: libysche Dinar, Dollar und Euro aus Tripolis. Sirte liegt etwa 500 Kilometer östlich der Hauptstadt. Berichte über Verletzte oder Tote gab es nicht.

"Der Raub ist nicht nur für Sirte, sondern für ganz Libyen eine Katastrophe", sagte Abdel-Fattah Mohammed vom Stadtrat der Nachrichtenagentur Reuters. Die örtlichen Behörden hätten bereits mehrfach bessere Sicherheitsmaßnahmen für solche Transporte verlangt. Dem Bericht zufolge seien die Wagen der Diebe identifiziert worden, die Suche nach ihnen laufe.

Seit dem Fall des Gaddafi-Regimes hat Libyen erhebliche Sicherheitsprobleme. Die Regierung kann die vielen bewaffneten Milizen, Verbrecher-Gangs und radikale Islamisten nur schwer kontrollieren.

gam/dpa/Reuters



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