Liebeskranker Riewa Ein Lachen von Michelle

Nach dem deftigen Liebes-Outing von "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa kommt nun zum ersten Mal die zu Wort, die es ganz genau wissen muss: Schlagersängerin Michelle.

"Jens und ich waren ein ganz normales Liebespaar", so wie es sie millionenfach gebe, sagte die Schlagersängerin gegenüber der "Bild"-Zeitung am Samstag. "Niemand muss sich dafür schämen, auch wir nicht." Seit Mittwoch beherrscht die Geschichte um Riewas unglückliche Liebe zu Michelle die Titelseite des Springer-Blattes. Zunächst wurde verbreitet, der Nachrichtenmann habe die Blondine - die inzwischen aus seiner Wohnung wieder ausgezogen sei - als "Granate im Bett" bezeichnet, mit der er den besten Sex seines Lebens gehabt habe. Doch die Worte nahm Riewa mit der Begründung zurück, das sei nicht sein Sprachgebrauch.

Spekulationen, Riewa habe mit seinem Liebesbekenntnis zu ihr nur von seiner angeblichen Homosexualität ablenken wolle, wies Michelle nun zurück: "Die ewigen Gerüchte, Jens sei schwul, erwidere ich mit einem Lachen: Er ist es nicht."

Riewas Äußerungen waren nicht nur bei seinem Arbeitgeber, bei dem er sich schriftlich entschuldigte, auf Unverständnis gestoßen. In der "Berliner Morgenpost" äußerten sich Chefredakteure und Medienverantwortliche. "Diese Art von Intimität verträgt sich nicht mit dem, was der frühere Mr. Tagesthemen, Hajo Friedrichs, einmal die 'Würde der Nachricht' genannt hat", sagte der "heute"-Redaktionsleiter Ekkehardt Gahntz. Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Helmut Reitze erklärte, wer sein Liebesleben wie Riewa öffentlich zum Thema mache, verwirre die Zuschauer: "Kaum taucht der Moderator auf dem Bildschirm auf, denkt der Zuschauer doch eher an Sex, statt sich auf die Nachrichten zu konzentrieren."

Auch bei Nachrichtenverantwortlichen der Kabelsender kam Riewas Ourting nicht gut an: Sat.1-Moderator Ulrich Meyer kritisierte den "Jahrmarkt der Eitelkeiten" und erklärte: "Wenn Susan Stahnke für harmlose Strapsfotos derart büßen musste, dann frage ich mich, ob bei Riewa ein Brief zur Klarstellung ausreichen kann." Andrej Grabowski, Chef vom Dienst bei N24, sagte, diese Art von Offenheit vertrage sich nicht mit dem Anspruch, Nachrichten klar und kühl zu gestalten. Dagegen zeigte sich RTL-Informationschef Hans Mahr gelassen: "Offensichtlich hat Jens Riewa solche Schlagzeilen nötig. Da er kein Journalist, sondern nur ein Nachrichtenverleser ist, habe ich damit kein größeres Problem."

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