kurz & krass Im Nacktkampf mit dem Auto

AFP

Textilfrei macht selbst eine Demo von Fahrradfahrern ordentlich Eindruck. Ein 106-Jähriger bekommt seinen Schulabschluss. Lautes Lachen könnte für einen US-Amerikaner teuer werden, und ein Betrunkener hat ein Rad ab. Die kuriosesten Kurzmeldungen der vergangenen Tage.

Nacktradler protestieren für fahrradfreundliche Straßen

Lima - Voller Körpereinsatz gegen die Vormacht des Autos: In der peruanischen Hauptstadt Lima haben Radfahrer der Forderung nach fahrradfreundlichen Straßen Nachdruck verliehen. Dutzende Menschen radelten in Unterwäsche oder splitternackt zehn Kilometer und forderten Fahrradwege und eine bessere Straßenbeleuchtung. Einige der Teilnehmer trugen Batman-Kostüme, einige ersetzten den Fahrradhelm durch einen Hut. Ein Teilnehmer sagte, die Nacktheit solle auf die Verwundbarkeit der menschlichen Körper gegenüber einem Auto verweisen.

Betrunkener fährt 20 Kilometer auf Bremsscheibe

Stuttgart - Mit einem Funkenschweif hat ein betrunkener Autofahrer auf sich aufmerksam gemacht. Der Mann war laut eigenen Angaben in Stuttgart in einen Unfall verwickelt. Anschließend fuhr er mit kaputtem Reifen rund 20 Kilometer von Backnang bis zum Murrhardter See. Dabei löste sich erst das Gummi vom rechten Vorderrad, dann verabschiedete sich auch die Felge. Zum Schluss fuhr der Mann nur noch auf der Bremsscheibe, so dass sein Auto Funken schlug. Ein anderer Autofahrer wurde stutzig und informierte die Polizei. Diese stellte beim Fahrer rund 1,5 Promille fest und zog seinen Führerschein ein.

Mann droht Strafe für lautes Lachen

New York - Einem US-Amerikaner droht eine Strafe, weil er zu laut in seinem Haus gelacht hat. Ein Nachbar habe sich über den Lärm beschwert, teilte die Polizei in Long Island mit. Es gehe um die Störung der nachbarschaftlichen Ruhe. Dem 41-Jährigen wird demnach vorgeworfen, Mitte Februar laut aus dem Fenster seines Hauses gelacht zu haben. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu 30 Tage Haft und eine Geldbuße von 500 Dollar.

Obdachloser findet Granate

Durban - Ein Obdachloser ist in Südafrika bei seiner Suche nach Schrott auf eine alte Granate gestoßen. Er habe sie in seinem Supermarkt-Einkaufswagen, den er zum Metallsammeln nutzte, geladen und sei durch die Stadt gelaufen, berichtete die Zeitung "The Witness". Einem Passanten sei die Waffe aufgefallen. Er habe die Polizei verständigt. Ein Spezialkommando entschärfte den Sprengkörper, der vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammte.

106-Jähriger bekommt Schulabschluss

Beverly - Es hat mehr als ein Jahrhundert gedauert, aber Fred Butler hat jetzt seinen Schulabschluss. Der 106-Jährige aus dem US-Bundesstaat Massachusetts hatte als Jugendlicher die Schule ohne Zeugnis verlassen, weil er arbeiten musste, um seine Mutter und seine fünf Geschwister zu unterstützen. Er war 65 Jahre verheiratet, zog fünf Kinder groß, war während des Zweiten Weltkrieges in der Armee und arbeitete bei einem Wasserversorger. Nun kam er verspätet auch zu einem Abschluss. Ihm wurde ein Highschool-Zeugnis ehrenhalber verliehen.

Busfahrer schläft am Steuer ein - Fahrgäste verhindern Unfall

Warschau - Fahrgäste haben in Polen einen Bus unfallfrei zum Stehen gebracht, nachdem der Fahrer eingeschlafen war. Zwei Frauen hatten das Steuer an sich gerissen, nachdem der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten war. Bilder einer Überwachungskamera nahmen den Vorfall auf. Das Video zeigt, wie der Fahrer vom Sessel kippt und die Frauen das Steuer übernehmen. Ein weiterer Fahrgast half ihnen schließlich, den Bus zum Stillstand zu bringen. Der Chef des Buslinienbetreibers teilte mit, die Frauen hätten einen schweren Unfall verhindert und dadurch etwa 20 Fahrgäste in Sicherheit gebracht. Auch der Fahrer blieb unverletzt, wurde aber für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Verschenken statt verschrotten

Bremen - Ein Finne ist sein Auto auf ungewöhnliche Weise losgeworden. Der Mann stellte den 20 Jahre alten Wagen einfach am Bremer Flughafen ab, ließ Schlüssel in Tür und Zündschloss stecken und legte sogar die Fahrzeugpapiere bereit. Um jeden Zweifel zu beseitigen, schrieb er einen Zettel: "Ich brauche dieses Auto nicht mehr. Sie können es nehmen", zitierte die Polizei daraus. Die Ermittler fanden das gar nicht witzig. Sie ließen das Auto abschleppen. Ob der Finne jetzt für die Verschrottung zahlen muss, ist unklar. Er ist längst zurück in seiner Heimat.

Dieb versteckt 49 Handys in Hose

Zürich - Die Schweizer Polizei hat einen einfallsreichen Dieb gefasst. Der Mann hatte 49 geklaute Handys in einer Hose mit doppeltem Boden bei sich, wie ein Sprecher der Zürcher Polizei berichtete. Die Mobiltelefone waren ihren Besitzern zuvor bei einer Techno-Party in einer Discothek gestohlen worden. Eines der Diebstahlopfer hatte die Tat bemerkt und die Polizei alarmiert.

ulz/dpa/AP/AFP



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