Bistum Limburg Ehemalige Luxuswohnung von Tebartz-van Elst als Museum eröffnet

Als "Bling-Bling-Bischof" geriet Franz-Peter Tebartz-van Elst 2013 in Verruf: Er hatte sich in Limburg einen Wohnsitz für mehrere Millionen Euro bauen lassen. Jetzt wurden die Räume neu eröffnet - auch das war nicht billig.

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Das Bistum Limburg nutzt die frühere Luxuswohnung des abberufenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst nun als Museum. Im Erdgeschoss präsentiert das Diözesanmuseum eine Ausstellung zur Geschichte des Bistums, das Untergeschoss dient als Depot.

Er freue sich sehr, dass es gelungen sei, die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sagte der Limburger Bischof Georg Bätzing zur Eröffnung.

Die einstige Luxuswohnung war vom damaligen Bischof Tebartz-van Elst in Auftrag gegeben worden. Die Kirche hatte bereits angekündigt, die Wohnung als Museum nutzen zu wollen.

Der Bischof Tebartz-van Elst hatte den Bau des Luxus-Bischofssitzes angeordnet. Später explodierten die Kosten - die Wohnung kostete schließlich rund 31 Millionen Euro. Zu dem Komplex gehörte auch die bischöfliche Wohnung - edel ausgestattet mit fast frei stehender Badewanne, Einbaumöbeln oder raffinierter Beleuchtungstechnik. Auch eine früher private Kapelle ist Teil des Ensembles. Sie steht den Museumsbesuchern nun ebenfalls offen.

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Tebartz-van Elst: Der Bischof, der die Kirche erschütterte

Für die Nutzung als Museum waren zunächst weitere Investitionen nötig. Die 280 Quadratmeter große Wohnung wurde nach Bistumsangaben für 225.000 Euro umfunktioniert. Darin seien auch die Zusatzkosten aus einer Fehlplanung enthalten. Sie hatten zu einem zeitweiligen Baustop geführt.

Tebartz-van Elst hatte vor fünf Jahren sein Amt in Limburg aufgeben müssen - Papst Franziskus hatte ihn suspendiert. Sein Nachfolger Bätzing entschied sich, nicht in die Wohnung zu ziehen. Der Umbau der Räume begann im November 2017. Nun stehen beispielsweise im wandbreiten Bücherregal des früheren Arbeitszimmers rund 130 Ausstellungsstücke.

Im Video: Wut auf Tebartz-van Elst - Gottes teurer Diener (SPIEGEL TV 2013)

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fek/dpa



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