Mode für London Das trägt der Schwimmer bei Olympia

Einmarsch in Hellblau und Pink: In Düsseldorf haben Athleten die Outfits der deutschen Sportler für die Sommerspiele in London vorgestellt. Die Kleider sind so teuer wie nie. Jetzt müssen die Olympioniken nur noch siegen.


Hamburg - Das deutsche Olympia-Team will in London eine gute Figur machen, auch modisch. "Blau, Pink und Orange sind die Trendfarben in diesem Jahr", sagte Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann. Sie begutachtete in Düsseldorf das neue Outfit der Olympioniken und präsentierte dann mit 20 weiteren Athleten die Bekleidung für die 30. Sommerspiele vom 27. Juli bis 12. August in London. Dort werden rund 400 deutsche Sportler an den Start gehen. Ausgerüstet werden auch die rund 170 Sportler der deutschen Paralympics-Mannschaft, sowie mehrere hundert Betreuer.

Fertiggestellt wird die Olympia-Montur in rund zwei Monaten sein. Die Einkleidung der insgesamt rund tausend Personen erfolgt im Juni und Juli in Mainz. Das DOSB-Team wird in drei Runden am 31. Mai, 25. Juni und 4. Juli in Frankfurt/Main nominiert, die Paralympics-Athleten am 21. Juli in Berlin.

"Ich bin sicher, dass sie sich darin wohlfühlen und Deutschland hervorragend repräsentieren werden", sagte Thomas Bach über die Sportmode, er ist Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Jeder der Athleten wird rund 70 Teile im Reisegepäck haben. "Der Konkurrenzkampf wird in London höher werden", sagte Bach. Dies hätten die Ergebnisse der Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr gezeigt. "Danach lagen im Medaillenspiegel aller Weltmeisterschaften zwischen Platz fünf und neun zwei Goldmedaillen."

Die Sommerspiele 2012 werden für das deutsche Team insgesamt noch etwas teurer als die Wettbewerbe 2008 in Peking. Und dies, obwohl die Delegation nach Pleiten in vielen Teamdisziplinen um rund 40 Sportler kleiner sein wird. "Vor vier Jahren beliefen sich die Kosten samt Einkleidung auf 5,7 Millionen Euro, diesmal werden sie rund sechs Million betragen", sagt Christian Klaue, Sprecher der deutschen Mannschaft.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, der wie 2008 in Peking erneut Chef de Mission sein wird, sagte: "Wir wollen nicht nur sportlich gut abschneiden und Platz fünf im Medaillenspiegel verteidigen, wir werden in diesem Outfit auch optisch eine gute Figur machen. Die Adlerschwingen an den Ärmeln werden uns beflügeln."

jbr/sid/dpa



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