"Fat the Ripper" in London Fettberg aus Kanalisation wird in Biodiesel umgewandelt

Der Kampf gegen einen gigantischen Fettball in Londons Abwassersystem macht Fortschritte. Nun gibt es auch einen Plan, was mit der unappetitlichen Masse passieren soll.

Ein Teil des Fettbergs in der Londoner Kanalisation
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Ein Teil des Fettbergs in der Londoner Kanalisation


Ein 130 Tonnen schweres Gebilde aus Fett und Abfall verstopft in Londons Osten das Abwassersystem. Nach etwa einer Woche Arbeit wurde bereits ein Drittel des Fettbergs abgetragen. Das teilte das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water mit. Es erklärte auch, wie es weitergehen soll: Die Masse soll in Biodiesel umgewandelt werden.

Aus dem Fettberg sollen bis zu 10.000 Liter umweltfreundlicher Kraftstoff entstehen. Nach insgesamt drei Wochen soll der komplette Klumpen dann weg sein. "Er mag ein Monster sein, aber der Whitechapel-Fettberg verdient eine zweite Chance", scherzte der Verantwortliche für Abwassersysteme bei Thames Water, Alex Saunders.

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Auch das Londoner Stadtmuseum hatte bereits Interesse an dem Fettberg angemeldet - als Ausstellungsobjekt. Eine Umfrage unter Twitter-Nutzern, wie der Berg benannt werden soll, ergab unter anderem Vorschläge wie "Fatty McFatberg" und "Fat the Ripper".

Bei einer Routineinspektion in der Londoner Kanalisation war der unappetitliche Klumpen entdeckt worden. Er ist 250 Meter lang und besteht vor allem aus Windeln, Feuchttüchern und hartem Kochfett. Er wiegt mehr als zehn Doppeldeckerbusse.

asc/dpa



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