Madrid Sperrzone um ausgebranntes Hochhaus

Nach dem Großbrand in einem Wolkenkratzer ist die Madrider Innenstadt weitgehend abgesperrt. 10.000 Menschen können nicht zur Arbeit kommen. Das Feuer ist inzwischen gelöscht. Ob das mehr als 100 Meter hohe Gebäude doch noch zusammenbricht, ist unklar.
Madrid: Der Feuerschein erleuchtete gestern die gesamte Innenstadt

Madrid: Der Feuerschein erleuchtete gestern die gesamte Innenstadt

Foto: AP



Madrid - Nach Angaben der Madrider Feuerwehr besteht nach wie vor die Gefahr, dass das 106 Meter hohe Gebäude einstürzen könnte. Rund 10.000 Madrilenen konnten daher heute nicht zur Arbeit gehen: Die Polizei hatte die angrenzenden Bürohäuser und Banken aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das Zentrum der Finanzwelt sei lahmgelegt, berichtete der staatliche Rundfunk RNE.

In der Nacht waren weitere Trümmer des Wolkenkratzers in die Tiefe gestürzt, in dem in der Nacht zum Sonntag das Großfeuer ausgebrochen war. Es werde zwei Tage dauern, bis die Reste des Gebäudes abgekühlt seien, hieß es heute. Danach werde entschieden, auf welche Art die Ruine abgerissen werde.

Die Flammen hatten zeitweise Temperaturen von bis zu 800 Grad erreicht, berichtete Feuerwehrchef Javier Sanz. Mehrere Feuerwehrleute erlitten Rauchvergiftungen. Als Brandursache vermutete die Feuerwehr einen Kurzschluss in einem der oberen Stockwerke. Nach Polizeiangaben waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Menschen im Gebäude. Große Mengen an Büromaterial, Papier und Kunststoff hatten dem Feuer immer neue Nahrung gegeben.

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Großfeuer in Madrid: Wolkenkratzer steht in Flammen

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