Nordwesten der USA Mädchen überlebt nach Flugzeugabsturz tagelang in Wildnis

Erst verharrte sie beim Wrack, dann machte sie sich auf die Suche nach Hilfe: Eine 16-Jährige in den USA ist nach einem Flugzeugabsturz tagelang durch die Wildnis geirrt. Das Schicksal der anderen beiden Passagiere ist ungewiss.

Vater David Veatch: "Sie blieb einen Tag am Absturzort, weinte und wartete auf Retter"
AP/The Bellingham Herald

Vater David Veatch: "Sie blieb einen Tag am Absturzort, weinte und wartete auf Retter"


Eine 16-Jährige aus den USA ist nach einem Flugzeugabsturz tagelang in der Wildnis umhergelaufen, ehe ein Autofahrer sie an einer Straße aufgriff. "Sie sagte mir, sie seien durch Wolken geflogen und gegen einen Berg geprallt", sagte David Veatch, Vater des Mädchens. Sie habe versucht, die zwei anderen Passagiere - zwei ältere Verwandte - aus dem Wrack zu bekommen, habe es aber nicht geschafft. "Sie blieb einen Tag am Absturzort, weinte und wartete auf Retter", sagte der Vater.

Die 16-Jährige entschied sich, selbst nach Hilfe zu suchen. "Sie ist ein Wunderkind. Wenn es jemand schaffen konnte, dann sie", sagte eine Freundin der Familie. "Wir sind so begeistert und glücklich."

Nach zwei Tagen fand die 16-Jährige einen Pfad, der zum Osteingang des Nationalparks North Cascades führte. An einer Straße in der Nähe wurde Veatch von einem Autofahrer aufgegriffen und schließlich ins Krankenhaus nach Brewster gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge habe das Mädchen keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten, sei aber etwas dehydriert, sagte der Chef des Krankenhauses.

"Wir sind darüber so glücklich", sagte Jeffrey Lustick von der Civil Air Patrol, dem zivilen Arm der Luftwaffe. Er arbeite seit 30 Jahren als Luftretter. "Momente der Freude wie dieser sind schwer zu finden."

Die Beech A-35, in der das Mädchen saß, war auf dem Weg von Kalispell in Montana nach Lynden in Washington. Das Schicksal der beiden anderen Passagiere ist unklar. Rettungsteams suchen das Wrack noch immer - in dem unwegsamen Gelände eine mühsame Arbeit. Hinweise verspricht man sich von Signalen, die Telefone an Bord aussandten.

ulz/AP



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