Männliche Geisha Ein Japaner steht seine Frau

Eitaro Matsunoya interessiert sich für Baseball, liest gerne Mangas - und arbeitet als männliche Geisha. Geschminkt und kostümiert ist der 26-Jährige ein Exot unter den japanischen Unterhaltungskünstlern. Den Job hat er schon als Kind gelernt.

DPA

Tokio - Sie sind im Westen Sinnbild für asiatische Weiblichkeit: japanische Geishas, traditionelle Unterhaltungskünstlerinnen. Doch es gibt auch männliche Vertreter dieser Zunft, wenn auch nur wenige. Einer von ihnen ist Eitaro Matsunoya. Der 26-Jährige leitet ein Geisha-Haus in der Hauptstadt Tokio.

Schon seine Mutter war eine Geisha, die ihre Gäste mit traditionellen Künsten wie Tanz und Musik sowie intelligenter Konversation zu unterhalten wusste. Seit seinem zehnten Lebensjahr macht es der Japaner seiner Mutter nach.

Geprägt unter anderem durch amerikanische Hollywood-Filme hält sich im Westen oft noch ein falsches Bild von einer Geisha als Prostituierte. Tatsächlich sind Geishas heutzutage Bewahrerinnen anspruchsvoller Kunst, die eine lange und harte Ausbildung durchlaufen. Viele von ihnen nutzen moderne Kommunikationsmittel und informieren ihre Besucher und Fans auf Blogseiten über ihr Leben.

Eitaro Matsunoya ist außerhalb seiner Arbeit als männliche Geisha ein moderner Japaner, der sich in seiner Freizeit für Basketball und Baseball interessiert und gerne Manga-Comics liest. Wenn er nochmals geboren würde, so schreibt er in seinem Blog, dann würde er gerne eine weibliche Geisha werden.

wit/dpa

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