Mainz Brand in der Rheingoldhalle - Dachaufbau teilweise eingestürzt

In einem Mainzer Veranstaltungs- und Kongresszentrum ist ein Feuer ausgebrochen. Ein angrenzendes Hotel musste während der Löscharbeiten teilweise evakuiert werden.

Rheingoldhalle in Mainz: Großeinsatz der Feuerwehr
Silas Stein/DPA

Rheingoldhalle in Mainz: Großeinsatz der Feuerwehr


Ein Feuer hat im Mainzer Veranstaltungs- und Kongresszentrum Rheingoldhalle großen Schaden angerichtet. Der Brand entstand nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr am Morgen in der Dachkonstruktion des Gebäudes mitten in der Innenstadt.

Die Polizei geht von einem Schaden von mindestens mehreren Hunderttausend Euro aus. Verletzt wurde niemand. Etwa hundert Feuerwehrleute aus Mainz und Wiesbaden waren im Einsatz.

Teile des Dachaufbaus der Halle, die derzeit saniert wird, seien bei dem Brand eingestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr versuche, mit einer Spezialsäge das Dach zu öffnen, um an den Brandherd heranzukommen, sagte ein Stadtsprecher. Das Feuer war auch mehrere Stunden nach Ausbruch noch nicht gelöscht.

Ersten Ermittlungen zufolge war ein Schwelbrand entstanden - möglicherweise bei den Bauarbeiten an der Rheingoldhalle, sagte der Polizeisprecher. Die Halle wird seit Ende 2018 saniert. Die genaue Ursache stehe aber noch nicht fest. Die Brandstelle im Dach sei gegen 6.20 Uhr bemerkt worden, vorher sei bereits Rauch wahrgenommen worden. Dieser breitete sich dann großflächig aus.

"Das ist ein Stück von Mainz, das brennt"

Ein angrenzendes Hotel sei teilweise evakuiert worden, teilte die Feuerwehr mit. Hotelgäste und Anwohner seien aufgefordert worden, Türen und Fenster vorsichtshalber geschlossen zu halten. Es bestehe aber keine Gefahr, sagte der Polizeisprecher.

Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) zeigte sich am Unglücksort betroffen. "Das ist ein Stück von Mainz, das brennt", sagte er. Es tue weh, die Halle in Brand zu sehen. Sie sei mit ihrer "schönen und reichen Geschichte" eng mit der Stadt verbunden. In der Rheingoldhalle finden unter anderem viele traditionelle Fastnachtssitzungen statt.

Der große Kongresssaal der Halle war zuletzt wegen Umbaus geschlossen. Die Bauarbeiten sollten bis November dauern. Das Land hatte einen Zuschuss von mehr als 4,68 Millionen Euro gewährt. Wegen verschärfter Brandschutzauflagen war der große Kongresssaal, in dem ursprünglich bis zu 3000 Besucher Platz fanden, zuletzt nur noch für 2400 Personen zugelassen.

wit/dpa

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