Sturmwarnung Karnevalsverein sagt Mainzer Rosenmontagszug ab

Der Mainzer Rosenmontagszug fällt wegen unberechenbarer Sturmböen aus - damit ist eine der größten Karnevalsveranstaltungen Deutschlands abgesagt. Auch der Umzug in Münster wurde wegen der Wettervorhersage gestrichen.
Mainzer Maskenzug (Bild vom Samstag): Sicherheit geht vor

Mainzer Maskenzug (Bild vom Samstag): Sicherheit geht vor

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Wegen des Sturmtiefs "Ruzica" fallen die Karnevalsumzüge in Mainz und Münster am Montag aus. "Die Entscheidung ist ganz klar, die Sicherheit geht vor", sagte der Präsident des Mainzer Carneval Vereins (MCV), Richard Wagner, am Sonntagabend.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Montag in weiten Teilen Deutschlands Sturmböen der Stärke 8 bis 9. In Straßenzügen, die von Südwest nach Nordost verlaufen, könne sich ein Windkanaleffekt bilden, so dass die Böen noch stärker ausfielen.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte: "Das ist mehr als schade, aber es ist nicht das Ende der Fröhlichkeit in Mainz." Es seien einfach zu viele potenzielle Gefahren.

Am Rosenmontag waren Hunderttausende Menschen in Mainz erwartet worden. Losrollen sollte der närrische Tross auf seine mehr als sieben Kilometer lange Strecke um 11.11 Uhr. Der Mainzer Zug zählt neben denen in Köln und Düsseldorf zu den größten bundesweit. In diesem Jahr sollte er 148 Zugnummern zählen, rund 9500 Zugteilnehmer, darunter über 200 Musiker.

Aus Münster hieß es, es sei unverantwortlich, den Zug bei einer vorhergesagten Windstärke von 8 oder gar 9 laufen zu lassen. Die Stadt habe in den vergangenen Jahr zwischen 80.000 und 120.000 Zuschauer gezählt, sagte der Vizepräsident Bürgerausschuss Münsterscher Karneval, Helge Nieswandt. Einen Sommerkarneval werde es nicht geben, dafür aber eine "anders geartete Veranstaltung" als Ausgleich, die allerdings nicht karnevalistisch sei. Darüber soll in etwa 14 Tagen beraten werden.

Fotostrecke

Weiberfastnacht: Köln, wie es singt und wacht

Foto: Maja Hitij/ dpa
ssu/aar/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.