Makaberer Schülerstreich Inspiration aus Erfurt

Knapp zwei Monate nach dem Massenmord in einem Erfurter Gymnasium haben sich Schulabgänger einer Hannoveraner Realschule eine makaberen Scherz erlaubt. Als Abschlussgag stürmten sie maskiert durch das Gebäude und bedrohten ihre Lehrer.


Trauernde vor dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium: Quell für Gewaltphantasien
AP

Trauernde vor dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium: Quell für Gewaltphantasien

Hannover - Bei der Aktion am 12. Juni rannten mindestens zwölf mit schwarzen Sturmhauben maskierte Zehntklässler - bewaffnet mit Spielzeugpistolen und Böllern - durch die Realschule im Hannoveraner Stadtteil Ahlem, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Die 16 und 17 Jahre alten Schüler hielten einigen Lehrern Wasserpistolen an den Kopf, im Treppenhaus ließen sie Knallkörper explodieren. Zudem warfen sie dem Bericht zufolge mit Chemikalien versetzte Wasserbomben.

Viele Lehrer und Schüler standen mehrere Stunden unter Schock, eine Lehrerin wurde am Auge verletzt, heißt es in dem Bericht weiter. Die Polizei habe Strafverfahren gegen die Jugendlichen eingeleitet. Den Tätern drohen nun Geldstrafen oder sogar bis zu drei Jahre Haft.



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