Malawi-See Elf Tote nach Flusspferd-Attacke

In Afrika sterben angeblich mehr Menschen durch Flußpferd- als durch Löwen-Angriffe. Nun hat einer der Dickhäuter wieder zugeschlagen. Elf Menschen starben.


Blantyre - Das Flusspferd attackierte ein Kanu auf dem Malawisee. In dem Kanu saßen Fischhändlerinnen, die meist Kleinkinder auf ihren Rücken gebunden hatten. Sie waren am Samstag zum Fischmarkt auf die Insel Nyamvu unterwegs, als drei Kilometer vom Ufer entfernt plötzlich ein riesiges Flusspferd vor ihnen auftauchte und ihr Boot zum Kentern brachte.

Die Polizei in Malawi teilte mit, fünf Frauen, fünf Kinder und der Steuermann seien ertrunken. Drei Frauen - eine davon mit ihrem zweijährigen Kind auf dem Rücken - gelang es, zum Ufer zurückzuschwimmen. Sie befanden sich am Sonntag in Krankenhausbehandlung, sagte Polizeisprecher George Chikowi. Im Malawisee gibt es große Flusspferd- und Krokodilpopulationen. Die Tiere greifen nur selten Boote an.



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